![]() |
| ALIEN CONTACT 64 |
| Science Fiction >
Alien Contact Buch-Tips |
|
| Spätestens seit der Verfilmung von Tolkiens Der
Herr der Ringe sind Zwerge außerordentlich beliebt, was sich durch eine große
Häufung erfolgreicher Fantasyromane über Zwerge belegen lässt. Also ist es an der Zeit,
den interessierten Lesern auch einmal die mythischen und literarischen Vorbilder der
»modernen« Zwerge nahezubringen. Die Verfasser des vorliegenden Sachbuchs haben ausgiebig recherchiert und eine Fülle von Fakten zusammengetragen, die obendrein auf sehr unterhaltsame Weise präsentiert wird. Zunächst erfahren wir etwas über den Ursprung der Zwerge, denn sie werden bereits in der Edda erwähnt. Auch muss zur Begriffsbestimmung erst einmal geklärt werden, was ein Zwerg überhaupt ist und ob man zum Beispiel Kobolde, Heinzelmännchen, Brownies, Graumännlein und andere Wichtel einschließt oder nicht. Außerdem gibt es Waldzwerge, Bergzwerge, Hauszwerge und sogar Meerzwerge. Und wenn man sie ärgert, werden sie auch gern zu Giftzwergen. Insbesondere in alten Volksmärchen und Sagen tauchen die merkwürdigsten Zwerge auf, nicht nur das in Deutschland wohlbekannte Rumpelstilzchen, sondern auch Wichtel mit so seltsamen Namen wie Trillevip, Doppeltürk, Türliwürli oder Fickfeck. Die Autoren klären uns auch darüber auf, wie die unterschiedlichen Zwergenarten überhaupt aussehen, und das nicht nur mit Zitaten und Beschreibungen, sondern auch mit einer Vielzahl von Abbildungen. Wir erfahren, wo die Zwerge leben und was sie essen, ob es Zwergenfrauen gibt oder nicht, wobei eventuelle homosexuelle Zwerge von den Autoren ausdrücklich ausgeklammert werden, weil deren Existenz in den literarischen Quellen nicht belegt ist. Schließlich widmen sich die Autoren auch den Zwergen der moderneren Kultur, nämlich denen in Fantasybüchern und -filmen, aber auch den Erdgeistern und New-Age-Zwergen. Und sogar der Gartenzwerg bekommt ein eigenes Kapitel. Man kann vor Ditte und Giovanni Bandini nur den Hut ziehen. Sie haben eine erstaunliche Arbeit abgeliefert, die jeden denkbaren Aspekt des Themas beleuchtet und mit Quellen belegt. Und dabei ist nicht etwa ein trockenes Sekundärwerk herausgekommen, sondern ein unterhaltsames Lesebuch, in dem man auch einfach so herumschmökern oder die sechzig herrlichen Abbildungen betrachten kann. |
![]() |
Originalausgabe
| ALIEN CONTACT 64 |