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| ALIEN CONTACT 46 |
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Alien Contact Buch-Tips |
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| Ende des 29. Jahrhunderts hat sich die Menschheit im All ausgebreitet, die
Erde ist jedoch nach einem Atomkrieg unbewohnbar. Das von den Menschen besiedelte
Universum ist in christliche, kommunistische und islamische Systeme gespalten. Von den
christlichen Planeten werden Mönchsorden entsandt, um die Zivilisation und Gottes Wort in
andere Welten zu tragen. Begleitet werden sie von modernen Tempelrittern, denn auch in
ferner Zukunft verbreitet man das Christentum mit Feuer und Schwert. Ein besonders
schwerer Fall ist der Planet Randall: Vierarmige humanoide Wesen, Greife und Schlangen
leisten dort gemeinsam Widerstand gegen die Missionare. Der Mönch Hauskyld - gleichzeitig
Forscher und Soldat - bricht zu einer Expedition auf, um die Aggression dieser Spezies zu
verstehen. Ihn begleitet die kommunistische Wissenschaftlerin Clio. Sie möchte die
Artenvielfalt auf Randall nutzen, um die Ausbreitung des Lebens im Universum zu
ergründen. Als die beiden von den Einwohnern Randalls gefangen genommen werden, kommt es
zu einem Dialog zwischen den Spezies. Hauskyld gelingt es daraufhin, einige von ihnen für
das Christentum zu gewinnen. Doch damit fangen die Probleme erst richtig an. Was zunächst nach einer reinen Abenteuerhandlung aussieht, entwickelt sich bald zu einer Geschichte um Evolution, menschliche Aggression sowie das zerstörerische Potenzial von Religionen und Ideologien. Erzählt wird sie aus drei Perspektiven: Zuerst aus der von Hauskyld, dann aus der Sicht Clios und schließlich durch die Facettenaugen von Kuf, einem randallanischen Greifen. Dementsprechend verschieben sich auch die Akzente: Während die Bewohner Randalls zunächst nur als gefährliche Spezies erscheinen, lernt der Leser - zusammen mit den Hauptfiguren - allmählich ihre Sozialsysteme und Mythen kennen. Am Ende steht gar der außerirdische Blick auf den Menschen im Mittelpunkt des Interesses. Wie beruhigend, dass der Schluss recht optimistisch ausfällt! Sicherlich hätte der Autor aus dem Thema »Wie reagieren Aliens auf irdische Religionen?« mehr machen können. Zudem wirkt die Vision eines Ost-West-Konflikts im All heute nostalgisch. Auch erscheint die Welt des Romans mit ihren verschiedenartigen Spezies etwas zu kunterbunt, um sie wirklich ernst nehmen zu können. Dennoch gelingt es John Barnes, eine phantasievolle und von Anfang an spannende Geschichte zu erzählen, deren Charaktere der Leser schnell ins Herz schließt. In dieses Universum unternimmt man gern auch eine zweite Reise. Gregor Jungheim ALIEN CONTACT |
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