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| »Es gibt nichts, was ein SF-Autor nicht kann!«, schreibt Rufus T. Firefly,
das unbestritten größte literarische Genie aller Zeiten. Leider steht diesem Vermögen
die Gewerkschaft der Protagonisten entgegen, und Diplom-Superheld Thunder Past kennt seine
Rechte leider sehr genau. Ehe sich Firefly versieht, hat ihn sein Hauptheld auch schon in
die Romanhandlung hineingezogen und zwingt ihn zu einer Tour de Force durch das ganze
bekannte SF-Universum. Rufus T. Firefly, dem Vernehmen nach gut bekannt mit dem
Übersetzer und Herausgeber Gunther Barnewald, begegnet bei seiner abenteuerlichen Odyssee
zahlreichen Altmeistern und Gesellen der englischsprachigen Science-Fiction- und Fantasy-Literatur, aber auch deutscher
Autorenprominenz. Sie alle werden an ihren Schwächen und Stärken gepackt und
unbarmherzig in Grund und Boden parodiert. Beim angeregten Fachsimpeln mit seinem Reisebegleiter und Widerpart Alldieweil Peekaboo fällt sowohl für hoffnungsvolle Talente als auch für arrivierte Bestsellerschreiber so mancher nützliche Tipp ab. Ultimativ lauten die drei Assomiefschen Gesetze der Autorik, (hier in geraffter Form wiedergegeben): Ein SF-Autor darf keinem Leser mit der Erwähnung menschlicher Gefühle, glaubhafter Figuren oder realer Probleme zu nahe treten. Zweitens muss er der vom Leser erhobenen Forderung nach Action, Technik und harter Wissenschaft folgen und drittens die Hard-SF vor New-Wave-Experimenten bewahren. Wer dem zuwiderhandelt oder gar bewusst satirische Elemente einbaut, den belegt das Erste Intergalaktische Gericht mit harten Sanktionen. Das muss auch der renitente Autor Ronnie M. Schwan erfahren, an dem zur brutalstmöglichen Abschreckung ein Exempel statuiert wird. Seit Andreas Winterers Roman Cosmo Pollite (2000) gab es keine so gelungene Satire auf das SF-Genre mehr. Rufus T. Firefly -übrigens nicht zu verwechseln mit Asmus Feuerstärke - erweist sich als kompetenter und belesener Kenner und Kritiker der Materie. Er hat es nicht nötig, sich in billigen Verrissen zu ergehen. Die Rahmenhandlung um Professor Dr. Dr. K.-H. Schweer, den Ersten Offizier Perry Journelle und Generalin Leinhein gerät ihm zwar bisweilen etwas rustikal, indes entschädigen die Episoden in allerlei aus den Fugen geratenen Phantasiewelten und die Streitgespräche mit dem großen Zauberer Alldieweil dafür voll und ganz. Ihre Aufgabe lieber Leser, falls Sie sie übernehmen, wird darin bestehen, dieses Buch zu lesen, daraus unbezahlbar wertvolle Einsichten zu gewinnen und es danach in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis weiterzuempfehlen. Warnung! Diese Rezension wird sich auch in fünf Sekunden nicht selbst zerstören. |
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