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| Sternenkinder ist der zweite Band des Zyklus Destinys
Children (Kinder des Schicksals) und ist in einer mehr als zwanzigtausend Jahre
entfernten Zukunft angesiedelt, im Gegensatz zu dem vergangenheits- und
gegenwartsbezogenen Der
Orden. Eine menschliche Galaxis und ein Krieg über einhunderttausend Lichtjahre
sind Thema von Sternenkinder. Die Menschen befinden sich mit den fremdartigen Xeelee im Krieg. Durch überlichtschnelle Raumschiffe kommt es praktisch zu »Zeitreisen«, weil Informationen zukünftiger Geschehen in die Vergangenheit gelangen können. Während eines Gefechts überlebt der Pilot Pirius, verstößt aber gegen Befehle. Und da er zu einem Zeitpunkt in die Basis zurückkehrt, als seine Mission noch nicht stattgefunden hat, werden er und auch sein früheres Ich bestraft. Letzterer wird in die Obhut des Kommissars Nilis überstellt. Nilis erhofft sich von Pirius Individualismus Hilfe bei seinen Recherchen. Es soll eine ultimative Waffe gegen die Xeelee gefunden werden, die sich zu Chandra, dem Schwarzen Loch des galaktischen Zentrums, zurückgezogen haben. Ideenreich beschreibt Stephen Baxter seine Saga über die Zukunft. Auf der Suche nach einer Waffe gegen die Xeelee präsentiert er ständig neue Orte, Erfindungen und historische Ereignisse. Der ausgelaugte Heimatplanet der Menschen wird von Nanorobotern durchpflügt, die Städte gleichen sich alle, und außerirdische Technologien sind integriert worden. Bei der menschlichen Expansion wurden alle anderen intelligenten Rassen ausgerottet, und man nahm sich, was nutzbringend erschien. Doch zu Pirius Erstaunen und Entsetzen gibt es immer wieder Ausnahmen. Und während das Leben auf der Erde manche Annehmlichkeiten aufweist, leben die Menschen an der Front unter kargen Verhältnissen. Die Gesellschaft der Zukunft wird durch die Druz-Doktrinen bestimmt. Der Augenblick, also das Jetzt, und die Allgemeinheit bilden die beherrschenden Menschheitszüge. Auslöser für die Lehrsätze waren die Erfahrungen während der Invasion durch die Quax. Diese außerirdischen Besatzer beraubten die Menschheit ihrer Kultur und Geschichte. Zwar ebneten danach die Doktrinen den Weg zu den Sternen, doch erstarrte alles zunehmend in festgefahrenen Gedanken. Angesicht der geschilderten Zeiträume erinnert die Entwicklung einer Großtechnologie durch einige wenige an eine »Edisonade«. Auch die Auflösung aller Konflikte erscheint nach menschlichen Maßstäben erklärbar, was angesichts der Vorgänge im Schwarzen Loch nicht sein dürfte. Ebenfalls muss eine anspruchsvollere Personencharakterisierung hinter den physikalischen und kosmologischen (Pseudo-)Theorien Stephen Baxters zurückstecken. Technisch-Naturwissenschaftliche Ideen sind jedoch seit jeher Baxters Stärken. Und weil der Autor etliche spannende Situationen bietet, ist Sternenkinder gut zu lesen. Ulrich Blode ALIEN CONTACT |
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