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| Greg Bears Roman spielt im
Jahr 12068 G. Ä., also zur gleichen Zeit wie der Anfang des eigentlichen Foundation-Zyklus
von Asimov. Der 18jährige
Kaiser Klayus I. sitzt auf dem Thron, ist jedoch ohne Einfluß und eher an sexuellen
Abenteuern interessiert. Die Macht hat eigentlich Linge Chen, Hochkommissar, Vorsitzender
der Kommission für Öffentliche Sicherheit. Ihm ist die Tätigkeit von Hari Seldon ein
Dorn im Auge, und er bereitet einen öffentlichen Prozeß vor. Sinter, ein Günstling des Kaisers, will Chen die Macht streitig machen. Seine Institution jagt die Roboter, die vermutlich im Verborgenen arbeiten. Dabei stößt er auf Telepathen, die ihre eigenen Ziele verfolgen. Was Sinter nicht weiß: Die Telepathen unterstützen Seldons Pläne. Lodovik, ein Roboter in Menschengestalt, ist der einzige Überlebende einer Raumschiffkatastrophe, die durch den Neutrinosturm einer explodierenden Nova verursacht wurde. Durch die Neutrinos wurde seine Programmierung geändert, und er ist nicht mehr an die Robotergesetze gebunden. Die anderen Roboter sehen ihn daher aus eine Gefahr an. Eine Gruppe von Calvinistischen Robotern versucht, Seldons Pläne zu stören, scheitert jedoch dabei. Der Höhepunkt des Romans ist der Scheinprozeß, der gegen Seldon geführt wird und in dessen Ergebnis die Enzyklopädisten nach Terminus verbannt werden. Was in der Zusammenfassung ganz spannend klingt, ist jedoch ein dröger, langweiliger Roman, der am erzählerischen Unvermögen des Autors gescheitert ist. Bear ist nicht in der Lage, auch nur einer der vielen Figuren Leben einzuhauchen. Während Asimov in den endlos langen Dialogen die Handlung dramatisch vorangetrieben und wichtige Details enthüllt hat, treten Bears Figuren nur auf der Stelle. Dazwischen gibt es lange, erläuternde Passagen, die interessant sein könnten, wenn sie zumindest mit etwas Handlung verbunden worden wären. Dabei hätte der Stoff des vorliegenden Romans ausreichend dramatisches Potential geboten. Die Telepathen wurden neu in die Foundation eingeführt, nur fragt man sich, warum überhaupt. Die Meinungsverschiedenheiten der Roboter werden hauptsächlich verbal ausgefochten, haben jedoch keinerlei Konsequenzen. Und selbst der Prozeß gegen Seldon ist enorm uninteressant, weiß man doch schon lange, wie er ausgehen wird. Greg Bear hat sich selbst keinen Dienst erwiesen, wird doch ein Leser, der erstmals ein Buch von ihm liest, so bald kein zweites anfassen. Und das ist schade, denn er hat auch einige lesenswerte Bücher geschrieben. Hardy Kettlitz ALIEN CONTACT 41 |
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