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Alien Contact Buch-Tips |
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| Kurz nachdem die beiden letzten Bände des Contact-Zyklus auf Deutsch
erschienen waren, meldeten die Astronomen vom Observatorium auf Hawaii, daß sie im
Zentrum unserer Galaxis ein Schwarzes Loch ausgemacht hätten. In Benfords Romanen heißt
es »Der Große Fresser«, andere Kulturen nennen es »Das Wahre Zentrum«. Und genau
dorthin treibt es die Helden seines Romanzyklus seit 30.000 Jahren. Auch andere Spezies
sammeln sich am Rand des Schwarzen Lochs. Zahlreiche Wesen bevölkern unsere Galaxis und
kommen mehr oder weniger freiwillig ins Wahre Zentrum. Über viele Umwege und nach
zahlreichen Abenteuern gelangen die letzten Überlebenden der Bishop-Sippe, von den
Mechanos gejagt, hierher. Diese Mechanos, eine mechano-elektronische Spezies mit einem
tiefgekühlten, rational-logischen Verstand sind die natürlichen Feinde der emotions- und
geschichtsbeladenen Menschen im Kampf um die Ressourcen des Universums. Seit Generationen
kämpfen sie gegeneinander, wobei mal die fintenreiche Kreativität der Menschen, mal die
unerbittliche Ratio der Mechanos die Oberhand gewinnt. Benford wäre natürlich kein Hard-Science-Fiction-Autor, wenn er nicht
seine Kenntnisse der Physik und Kosmologie einbringen könnte. Über zwanzig Jahre
arbeitet er bereits an diesem Zyklus. 1970 erschien die erste Kurzgeschichte mit Nigel
Walmsley, und die Odyssee endet nun in der Begegnung mehrerer Generationen am Rande des
Schwarzen Lochs etwa 37.000 Jahre später. Die Bishops unter Führung Killeens waren ihrer
letzten Zuflucht auf Snowglade entflohen und hatten den Mechanischen wieder ein
Schnippchen geschlagen (Himmelsfluß). Mit einem alten irdischen Raumschiff folgt
Killeen gegen den Widerstand der Mannschaft seinem Instinkt und der Weissagung uralter
Mythen. Mit seinem Sohn Toby verbindet ihn eine besondere Beziehung, denn der trägt das
Bewußtsein seiner verstorbenen Geliebten in sich. Deren Emotionen drohen, sein Handeln
immer stärker zu überlagern, so daß er es sich schließlich ausreißen muß. Diese
Konflikte werden von den Auseinandersetzungen der höheren Wesen begleitet, so daß
allmählich klar wird, daß die Natürlichen wie die Mechanischen nur Spielbälle in einem
galaktischen Kampf sind. Nach vielen Abenteuern erreichen die Menschen tatsächlich,
verfolgt von den Mechanos, den Zufluchtsort im Herzen der Galaxis. Vorbei an sterbenden
Sternen und gewaltigen Raum-Zeit-Wirbeln gelangen sie in ein Zeitloch mit einem Gebilde
aus komprimierter Raum-Zeit. Hier begibt sich die Sippe auf die Suche nach Tobys
Großvater. Denn deren Trinität ist das letzte Ziel der Mechanischen. Der dreifache
genetische Code verspricht ihnen den Zugang zu Künsten, Emotionen, Lust und Vergnügen.
Er erweist sich jedoch als Auslöser von Selbstzerstörung, da Lust und Vergnügen die
Mechanos letztlich »übermannen«. Die Organischen überleben, denn sie waren schon immer
mit der Erbsünde belastet. Fast 25 Jahre Arbeit an diesem Zyklus bewirken einigen Erklärungsnotstand und so bemüht sich der Autor im sechsten Band, seinen Helden Walmsley die Brüche kitten zu lassen. Das hemmt den Erzählfluß etwas (viele kleine Geschichten, die noch verarbeitet werden wollen, sind eingestreut), aber nur so gelingt ihm ein glaubwürdiger Abschluß in einem sich rasant entwickelnden wissenschaftlichen Umfeld. Und somit ist der Roman für Freunde der Hard-SF geeignet. Wolfgang Both ALIEN CONTACT |
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