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Alien Contact Buch-Tips |
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| Gefangen in einem milchgetränkten Raum, soll Nadine ihre eigene Geschichte
aufschreiben. Es sei zu ihrem Besten. Sie soll es bitte mit Worten, nicht mit Comics tun.
Dieser ganze neumodische Kram würde nicht so gut passen. Doch das ist leichter gesagt,
als getan. Dennoch versucht sie es. Im Moment weiß Nadine allerdings nur eins: In ihrem Leben scheint einiges durcheinander geraten zu sein. Da ist der Milchraum noch das wenigste. So führt sie die Anordnung aus, mehr für sich selbst als für ihre Auftraggeber. Heraus kommt eine bizarre Geschichte aus Verwandlungen und verlorenen Träumen, eine Story voll skurrilem Humor und Selbstironie, gemischt mit wunderbarer Musik und traumartigen Bildern; eine Suche nach dem Selbst, das nicht genau weiß, wo es hingehört; über ihre Beziehungen zu Susan und ihren computerfanatischen Halbbruder Arthur; von einem Herzen voller Liebe und Verwirrung - der Versuch eines undefinierbaren Wesens, in der heutigen Welt zurecht zu kommen, ohne als Monster zu erscheinen. Nika Bertram schreibt über sich: »Ich komme aus der Hochliteratur und klaue mir die besten Motive aus Science Fiction und Horror. Was ich mache ist Genre Fucking.« Mit dieser Beschreibung hat nicht ganz unrecht. Die Story verwischt die Grenzen zwischen Science Fiction, Horror, Fantasie und Realität. - Kaum jemand kommt mit sämtlichen Aspekten der heutigen Welt zurecht. Wen wundert es da, dass hinter allem ein Sinn, eine Logik vermutet und gesucht wird? Nika Bertram versteht es vorzüglich, die Verwirrungen der heutigen Zeit darzustellen. Ihr Stil fesselt den Leser und lässt ihn ab und zu an seine eigenen Grenzen stoßen. Es sind die Elemente des beinahe Möglichen, die ihren Roman schaurig und wunderschön machen. Die Verknüpfung von Technologie und Fortschritt mit alten Legenden und dem unbeschreiblichen Gefühl von Leben lassen die Story beinahe lebendig werden. Jacqueline Hagen |
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