| Ravin va Lagar, die Hauptfigur des Romans, ist ein junger Waldmensch und
Ranjög-Jäger, dessen Bruder aus mysteriösen Gründen in einen todesähnlichen Schlaf
gefallen ist, nachdem er einen Fluchträger berührt hat. Um ihn zu retten, muss Ravin
sich auf die Reise ins gefährliche Grenzland Skaris machen und die sagenumwobene Zauberin
Skaardja finden. Sein Reisebegleiter ist der ungeschickte Zauberlehrling Darian. Unterwegs
begegnen die beiden den seltsamsten Wesen. Unter anderem lernt Ravin die temperamentvolle
Amina kennen, die ein dunkles Geheimnis bewahrt. Als er Hilfe bei ihrem Stamm sucht,
begegnen die Freunde zum ersten Mal der Armee der Erloschenen - und damit beginnt ein
Wettlauf gegen die Zeit ... Im Bann des Fluchträgers zieht den Leser
tatsächlich - wie der Titel verspricht - in seinen Bann, und zwar von der ersten bis zur
letzten Seite. Die Magie des Buches entsteht durch phantasievolle Bilder und eine Sprache,
die dem inneren Auge viel bietet. Man kann sich die schillernden Figuren und die wilde
Landschaft, durch die die Freunde reisen, gut vorstellen. Der Leser versinkt bereits nach
wenigen Seiten in einer Welt, die er sehen, riechen und fühlen kann - eine Welt voller
Hallgespenster, Regenbogenpferde und Feuernymphen. Die Phantasiewesen sind so voller
Phantasie und Leben, dass sie beim Lesen viel mehr Spaß machen als die sonst üblichen
Kobolde, Trolle und Elfen, die man hier vergeblich sucht. - Die Autorin Nina Blazon hat
für dieses Buch den Wolfgang-Hohlbein-Preis 2003 gewonnen - völlig zurecht.
Susanne Rauchhaus |
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