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| Der Mars hat Konjunktur, nicht
erst seit Wells oder
Weinbaum. Neben den bunten Marsbüchern nun ein scheinbar farbloser Mars. Aber wie bei
Baxters Voyage (1996) schwingt auch hier das Bedauern der Amerikaner über das
Ende des Apollo-Programms mit. Daher haben sie sich nach dem erfolgreichen Mondprogramm
gemeinsam mit anderen Nationen auf den Weg zum Mars gemacht. Für dieses Ziel hat Alberto
Brumado sein Leben lang gekämpft. Wissenschaftler und andere Freiwillige für einen Flug
fanden sich genug. Zu ihnen gehört auch der Geologe Jamie Waterman, ein indianisches
Halbblut. Durch verschiedene Zufälle gelangt er schließlich in die Mannschaft für die
Marsmission und ist »der erste Rote Mann auf dem Roten Planeten«. Unbedachte
Äußerungen beim ersten Betreten des Mars und unbändiger Forscherdrang bringen ihn
schnell in Konflikt mit der Missionsführung. Die internationale Mannschaft ist ein
komplizierter und ausbalancierter Kompromiß von Nationen und Rassen, der zum Spielball
politischer Interessen und Intrigen wird. Denn alle wissen, daß vom Erfolg dieser Mission
das weitere Programm und damit Positionen und Mittel abhängen. Schließlich entdeckt
Brumados Tochter, eine Biologin, primitives Leben auf dem Mars. Dies alles ist flotte Unterhaltung ohne technischen Ballast mit zahlreichen interessanten Personen vom russischen Kommandanten über den englischen Mannschaftsarzt bis zum Missionschef. Während einige (Science-Fiction-typische) Zwischenfälle wie ein Meteoritenschauer durchaus Konsequenzen in der Handlung besitzen, gibt es mehrere Episoden, auf die man gut und gerne verzichten könnte, wodurch der Wälzer sowohl stringenter als auch schlanker geworden wäre. Trotzdem empfehlenswertes Lesefutter für Freunde der Hard Science. Wolfgang Both ALIEN CONTACT |