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| Luke Harrison ist ein recht
seltsamer Held: Er schlägt sich mit Betrügereien und Glücksspiel durchs Leben. Doch
eines Tages hat er ein bißchen zuviel Glück im Spiel, und die Schläger des Syndikats
sind ihm auf den Fersen. Der Mars scheint ein guter Zufluchtsort zu sein, doch die Reise
ist teuer, und als Luke dort ankommt, muß er feststellen, daß der wunderbare rote Planet
ein sehr trostloser Ort ist und er selbst mit leeren Taschen dasteht. Durch einen bösen
Trick wird er zwangsverpflichtet und muß einige Jahre einen beschwerlichen Dienst tun,
der ihm nichts einbringt. Im Gegenteil: Es endet im Fiasko, sein Schiff wird plattgemacht,
und er kommt gerade so mit dem Leben davon. Endlich wieder sein eigener Herr, lernt Luke
Lady Rhiannon von Dardariee kennen, eine rätselhafte junge Frau, die ihn um Hilfe bittet,
dem fiesen Handelsherren Gharf die ihr gestohlenen Schwingkristalle wieder abzujagen. Luke
willigt ein, denn er hofft, die Ursachen der Katatrophe seines Schiffes ergründen zu
können. Die Ereignisse überstürzen sich, und Luke ist bei weitem nicht immer Herr der
Lage ... Man merkt dem Buch an, welche Lektüre Myra Çakan bevorzugt, betonte sie doch selbst, daß sie Autoren wie Jack Vance und Eric Frank Russell sehr schätzt. Luke Harrison erinnert an ein Gemisch aus Bill dem galaktischen Helden und Cugel dem Schlauen. Souverän greift die Autorin auf klassische Versatzstücke der Science Fiction zurück, ohne in Klischees abzurutschen. Ihr Mars ist gleichzeitig romantisch und desillusionierend, das Planetensystem ein wilder Ort, wo man eher auf Piraten stößt als auf langweilige Leere. Stellenweise erinnert der Stil an klassische Krimiautoren wie Dashiell Hammett und Raymond Chandler. Spannung, Geheimnisse und eine actiongeladene Handlung - so sollten alle Space Operas geschrieben sein. Hardy Kettlitz ALIEN CONTACT 38 |