![]() |
| Science Fiction >
Alien Contact Buch-Tips |
|
| Der zweite Luke-Harrison-Roman
knüpft direkt an den ersten
an. Luke war auf der Flucht vor dem Handelsherrn Gharf und versteckt sich nun auf Proxima
V. Natürlich hat er kein Geld mehr und versucht sich als Privatdetektiv. Und schon bald
hat er seinen ersten Fall: Eine Blondine beauftragt ihn, ihren verschollenen Onkel zu
finden. Luke braucht nicht lange, um herauszufinden, daß es eigentlich gar nicht um den
Onkel geht und dieser noch nicht einmal der Onkel der Blondine ist. Vielmehr geht es um
einen geheimnisvollen Claim. Und schließlich muß Luke erkennen, daß er mit seiner
Flucht aus dem Sonnensystem dem fiesen Handelsherrn Gharf nicht entkommen konnte ... Wie es sich für eine Detektivgeschichte gehört, weiß Luke nie genau, wer Freund und Feind ist, was die tatsächlichen Motivationen seiner Auftraggeber sind und über welche Mittel seine Gegenspieler verfügen. Inhaltlich unterscheidet sich der zweite Band deutlich vom ersten. Während Buch 1, Begegnung in der High Sierra, eine typische, nach klassischen Vorbildern gestrickte Space Opera war, ist dieser zweite Band gar kein richtiger Science-Fiction-Roman, denn der Detektiv-Plot hätte auch ohne exotischen SF-Schnickschnack funktioniert. Auf geschickte Weise verknüpft die Autorin Motive der Kriminal-Pulps der dreißiger und vierziger Jahre miteinander und versteckt viele witzige Anspielungen in der Handlung. So sitzt in der Pianobar auf Proxima V ein Alien namens Sam am Klavier, an anderer Stelle taucht das Raumschiff namens Far Star aus Asimovs dritter Foundation-Story von 1944 auf. Insgesamt ein aktionsreiches Jugendbuch, das sich auch unterhaltsam liest, wenn man die Anleihen der Autorin nicht kennt. Hardy Kettlitz ALIEN CONTACT 39 |
![]() |