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ALIEN CONTACT
ALIEN CONTACT 57 Inhalt Archiv

Jeffrey A. Carver

Das Weltenschiff

Strange Attractors • 1995

Science Fiction > Alien Contact
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Im zweiten Band der Trilogie um John Bandicut, den irdischen Raumfahrer wider Willen, muß sich selbiger mit etlichen Gefahren auf einer riesigen, offenbar künstlichen Welt herumschlagen. Ihm zur Seite stehen zwei Roboter, die wie er von der Erde stammen, sowie ein paar Außerirdische unterschiedlicher Herkunft, die es ebenfalls von ihren Heimatwelten hierher verschlagen hat. Dazu kommt noch das Quarx, eine Art freundlicher extraterrestrischer Parasit, der neben John Bandicut in dessen Körper lebt und - wie bereits im ersten Band - mal tot ist, dann wieder lebt, ganz nach dem nicht ganz nachvollziehbaren Belieben des Autors.

Die Hauptgefahr, gegen die es diesmal zu bestehen gilt, ist eine zerstörerische extraterrestrische Entität, die Boojum genannt wird. Auf über 500 Seiten schildert Jeffrey A. Carver den Kampf gegen dieses Wesen und die Odyssee John Bandicuts und seiner Freunde durch das seltsame Weltengebilde, das vage an Nivens Ringwelt, Clarkes Rama, besonders aber an die zahlreichen exotischen Welten Philip José Farmers erinnert. Besonders viel Neues wird hier also nicht geboten.

Wie schon im ersten Band Neptun kann warten stellt sich die Frage nach dem Sinn der Zyklusbezeichnung Die Chaos-Chroniken, denn mit der Chaostheorie hat der Roman nur wenig zu tun, auch wenn der Boojum des öfteren selbiges stiftet. Die Sinnfrage ist überhaupt Carvers größtes Problem, denn insgesamt haben seine Werke lediglich den einen Sinn, nämlich zu unterhalten, was auch ganz gut gelungen ist. Die Abenteuer sind recht spannend erzählt, die Figuren auf sympathische Weise menschlich (besonders die Roboter und die Außerirdischen), und der böse Boojum ist - nun ja, ziemlich böse eben ...

Der Name dieses schreckenverbreitenden Wesens stammt übrigends aus dem Nonsense-Gedicht The Hunting of the Snark von Lewis Carroll, in dem es eine Variante des zu jagenden Snarks gibt, die man lieber meiden sollte, da man von ihr nur allzu leicht ausgelöscht werden kann. Doch im Gegensatz zu Carrolls surrealistischem Meisterwerk ist Das Weltenschiff eher altbacken und bieder und bietet nichts, das in anderer Form nicht schon einmal dagewesen wäre. War der erste Band als leichte Lektüre für sonnige Urlaubstage am Strand geeignet, so ist der Nachfolger bestenfalls für trübe Wintertage zu empfehlen, wenn man den grauen, regnerischen Alltag vergessen will.

Obwohl Carver sicher nicht die schlechtesten Unterhaltungsromane abliefert, stellt sich die Frage, warum gerade diese Trilogie ins Deutsche übersetzt wurde. Immerhin haben einige wirklich hervorragende Werke, die in den letzten Jahren im englischsprachigen Raum erschienen sind, bisher noch nicht den Weg zu den deutschen Lesern gefunden.

Christian HoffmannALIEN CONTACT

Originalausgabe
Jeffrey A. Carver: Strange Attractors
(New York: St. Martin's Press, 1995)
lieferbare engl. Ausgabe
Jeffrey A. Carver: Strange Attractors
(New York: TOR Books, 1996) Bestellen
Deutsche Erstausgabe
Jeffrey A. Carver, Das Weltenschiff (Die Chaos-Chroniken 2)
(Bergisch-Gladbach: Bastei Lübbe, 2003) [23265] Bestellen
Deutsch von Ruggero Leò, Titelbild von Jim Burns, 510 Seiten
Leser-Service
Lieferbare Titel von Jeffrey A. Carver
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