Mesklin ist ein Planet mit Wasserstoffatmosphäre, der durch die hohe Rotation von 70 Umdrehungen in 24 Stunden eher einem Diskus als einer Kugel ähnelt. An den Polen herrscht eine Gravitation, die dem siebenhundertfachen der Erdanziehung entspricht, am Äquator dagegen eine »gesittete« dreifache Erdanziehung. Einem Forschungsteam der Erde ist am Pol eine Forschungssonde abhanden gekommen. Um diese enorm teure Sonde zu bergen, schließen die Menschen ein Abkommen mit den Einwohnern des Planeten, kleinen, rund 30 Zentimeter langen Raupenwesen, die auf der Fahrt vom Äquator zum Pol auch ihnen unbekanntes Terrain meistern müssen.
Der Astronom Hal Clement schuf mit Mesklin eine Welt, die unterschiedlicher zur Erde gar nicht sein könnte. Die große Gravitation wirft sämtliche erprobten Spielregeln durcheinander, so dass ein Sturz aus wenigen Zentimetern Höhe bereits tödlich sein kann. Die Hauptakteure sind nicht die Menschen, sondern die Einwohner von Mesklin, deren Persönlichkeit mit viel Liebe zum Detail dargestellt wird. Von der Intelligenz her mit den Meschen zu vergleichen, befindet sich ihre Kultur etwa auf der Höhe der Phönizischen Seefahrer, die wohl auch Pate bei den Figuren gestanden haben dürften. – Mit Unternehmen Schwerkraft schuf Clement einen ausgesprochen faszinierenden Science-Fiction-Roman.



