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| Ragle Gumm ist eine berühmte Persönlichkeit, denn er ist seit über drei
Jahren Gewinner eines schwierigen Zeitungsquiz. Er bezieht sein Einkommen daraus, täglich
zu errechnen, auf welchem der zahllosen Quiz-Felder das »grüne Männchen« als nächstes
auftauchen wird. Ende der fünfziger Jahren lebt er zusammen mit seiner Schwester Margo,
seinem Schwager Victor und seinem Neffen Sammy in einem recht komfortablen Haus. Doch irgendetwas stimmt mit dieser Welt nicht, sie ist einfach zu perfekt. Gemeinsam mit Victor findet Ragle Anhaltspunkte dafür, dass die Realität von irgend jemandem manipuliert wird. Als Sammy auf einem verlassenen Grundstück ein altes Telefonbuch und eine Zeitschrift findet, beginnt Ragle vorsichtig zu recherchieren. In der Zeitschrift ist eine Schauspielerin namens Marilyn Monroe abgebildet, von der keiner seiner Bekannten je gehört hat. Die Telefonnummern in dem fremdartigen Telefonbuch sind für ihn nicht erreichbar. Ragle Gumm fragt sich, ob er vielleicht paranoiden Wahnvorstellungen erlegen ist oder ob sich seine kleine Welt tatsächlich nur um ihn dreht. Als sein Neffe Sammy mit einem selbst gebauten Radio Stimmen empfängt, die tatsächlich von Ragle reden, verstärken sich diese Vermutungen. Ragle versucht, aus seiner Welt auszubrechen und findet in einem abgelegenen Haus mehrere Zeitschriften, die auf das Jahr 1997 datiert sind. Doch am nächsten Tag erwacht er wieder in seinem Zuhause und kann sich an nichts erinnern. Dieser Roman gehört ohne jeden Zweifel zu Dicks gelungensten frühen Werken. Die Figuren, insbesondere Ragle Gumm, sind hervorragend gezeichnet, und als Leser kann man die paranoiden und zum Teil geradezu schizophrenen Zustände des Protagonisten nachempfinden. Das Buch hatte zweifellos Einfluss auf andere Autoren und ganz sicher auch auf die Drehbuchautoren des Films The Truman Show, denn Truman Burbank befindet sich in einer sehr ähnlichen Situation wie Ragle Gumm: Er weiß zunächst nicht, dass er sich in einer von anderen Menschen vorgefertigten Welt befindet. Als er es schließlich herausfindet, versucht er auszubrechen, und zwar auf ähnliche Weise wie Gumm. Allerdings geht Dicks Geschichte einen deutlichen Schritt weiter als der Spielfilm. Zeit aus den Fugen ist ein zeitloses Werk und ein außergewöhnliches Stück Science-Fiction-Literatur. Die neue Übersetzung, die 1995 für die Hardcoverausgabe im Haffmans-Verlag angefertigt wurde, hat dem Buch gut getan. |
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