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| Science-Fiction-Fans, die ins Kino
gehen, leiden. Sie leiden an dem unsäglichen Trash, den Remakes und dem endlosem
Recycling selbst der abgedroschensten Klischees, die dort als Science Fiction verkauft
werden und letztlich das Bild des Genres nach außen prägen. Nun wird jede(r) eigene Top
Ten der mißratensten und überflüssigsten Kino- und TV-SF-Spektakel haben, die Autoren
stellen in ihrem Band Invasion des Wahnsinns aber gleich einige Dutzend der
Highlights unter den B- bis Z-Movies vor. Der Zeitrahmen bewegt sich dabei zwischen den
50er bis 90er Jahren, also einem halben Jahrhundert schwarzweißen und kolorierten
Schwachsinns, der die Meßlatte dessen, was im Kino und in der Glotze gerade noch zu
ertragen ist, immer tiefer gelegt hat. Zwischen Ed Woods Plan 9 from Outer Space
und Roland Emmerichs Independence
Day liegen dabei weniger qualitative Unterschiede, als vielmehr die Inflation der
Special Effects, die heute weitgehend die Handlung in den SF-Filmen ersetzen. Interessant sind auch und besonders die Hintergründe der Filme und die Biografien und Beweggründe ihrer Produzenten, Regisseure und Darsteller, die manch alten und neuen Kinoreißer in ganz anderes Licht setzen. Erst der O-Ton der Akteure gibt diesen Streifen eine Authentizität als Zeitdokument des Massengeschmacks. Dabei gehen die Rezensenten - neben Rolf Giesen und Bernhard Kempen auch Anita Winkler und Arno Behrend, wobei Giesen für den größten Teil der Besprechungen verantwortlich zeichnet - nicht eben zimperlich mit den als »die schlechtesten Science-Fiction-Filme« geouteten Zelluloid-Sünden um. Und das zurecht. So hat man neben dem zeitgenössischen Hintergrund auch den Lesegenuß pointierter Verrisse und fundierter Kritik. Nicht zu vergessen ist das geniale Comic-Art-Titelbild von Andreas Sichert, welches schon optisch einstimmt auf eine Tour de Force durch die Abgründe des cinematographischen Schreckens. W. Pankow ALIEN CONTACT |
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