| Der fünfte Band dieser großangelegten Space Opera um das »abentheuerliche
Leben« des unfreiwilligen Helden Owen Todtsteltzer schließt den farbenfrohen Science-Fiction-Zyklus ab und läßt
sämtliche Handlungsfäden in einem spektakulären Finale kumulieren. Todtsteltzers
Schicksal verströmt wieder etwas mehr von der magischen Faszination, die von den beiden
Startbänden ausging, und vermag von der ersten bis zur letzten Seite gut zu unterhalten. Die
sich nach der großen Revolution gegen den Eisernen Thron aufspaltenden Interessengruppen
monarchistischer und demokratischer Kräfte liegen in erbitterter Feindschaft miteinander.
Es wird intrigiert, gemordet und geputscht. In diesem labilen Zustand des Imperiums
beginnen gleich drei mächtige Feinde - die abtrünnigen KIs von Shub, die Hadenmänner
und die am meisten gefürchteten Neugeborenen - gegen von Menschen besiedelte Planeten
vorzugehen und die weit verstreuten Raumschiffflotten anzugreifen. Die Übermacht ist so
erdrückend, daß man erwägt, den mächtigen Dunkelweltenprojektor, eine unberechenbare
Waffe mit unvorstellbarer Zerstörungskraft, gegen die gnadenlosen Gegner einzusetzen.
Owen Todtsteltzer, dessen Vater den ersten Einsatz des Dunkelweltenprojektors zu
verantworten hatte, bei dem Hunderte von Sternen erloschen und Tausende von Planeten in
eisige Einöden verwandelt wurden, soll in die Dunkelwüste zurückkehren und mit Hilfe
des Projektors das Schlimmste verhindern. Doch es kommt alles ganz anders als erwartet ...
Simon R. Green ist es gelungen, nach dem sehr durchschnittlichen vierten Teil des
Zyklus mit dem vorliegenden Band ein abschließendes Highlight der Serie zu schreiben. Der
Roman ist stilistisch einfach gehalten, und den Leser erwarten inhaltlich keine wirklichen
Überraschungen, dennoch ist das Buch ein gutes Beispiel für spannende Unterhaltung
abseits üblicher SF-Konventionen.
Gerd
Frey ALIEN CONTACT
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