| Mit dem Programmheft zum PentaCon ist den TERRAsse-Leuten diesmal ein
wirkliches Highlight gelungen. Nicht nur, daß sie König Kurt (den sächsischen
Ministerpräsidenten Prof. Dr. Kurt Biedenkopf) für ein Vorwort gewinnen konnten, auch
die übrigen Seiten des Heftes sind eine lohnende Lektüre. Gemäß dem Motto des
PentaCons 99 ging es um DDR-Science-Fiction zehn Jahre nach den Mauerfall, und
diesem Thema widmen sich Angela und Karlheinz
Steinmüller in ihrem Essay »Es führt kein Weg nach Andymon« eingehend und
fulminant. Schon allein deshalb würde der Kauf des Heftes lohnen. Der leider nicht zur
Convention erschienene SF-Autor Klaus Frühauf betitelt seine
Impressionen mit »Weltsicht«, während Ekkehard Redlin seine
»Gedanken anläßlich eines Besuchs aus den USA« niederschreibt. Dieser Besuch war die
Studentin Sonja Fritzsche, die ihre Doktorarbeit über das - in den USA sicher äußerst
ungewöhnliche - Thema DDR-SF schreibt. Auch mit Lyrik kann das PentaCon-Programmheft
aufwarten, Erik Simon
veröffentlicht zwei seiner Gedichte, »Vom Ringkrieg« und »Vom wirklichen Weltraum«.
Nach einem Kurzabriß der sieben »Raumlotsen«-Drehbücher von Carlos Rasch (ein vom
DDR-Fernsehen nicht mehr realisiertes Projekt), setzt Franz Rottensteiner mit
den Erinnerungen an seine Zeit als Agent von Stanislaw Lem - die für
Lem nicht unbedingt schmeichelhaft ausfallen - den Abschluß des Heftes zum PentaCon 1999,
der, hätten die Organisatoren die gleiche Energie in die praktische Durchführung der
Veranstaltung investiert wie in das Programmheft, wirklich ein Glanzlicht dieses SF-Jahres
geworden wäre.
Fred Siebert ALIEN CONTACT
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