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Alien Contact Buch-Tips |
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| Das
Alien-Invasions-Thema gehört zu den Gußformen der Science Fiction, die seit über
einhundert Jahren das Erscheinungsbild dieses Literatur-Genres prägen. Alexander Kröger
legt nun zwei sehr unterschiedliche Romane vor, die beide einen solchen unfreundlichen
Erdbesuch zugrunde legen. Dabei ist es sehr interessant, wie sich sein Blick auf die
Außerirdischen mit den Jahren gewandelt hat. Falsche Brüder ist eine Neuauflage eines Kröger-Klassikers, der 1986 unter dem Titel Die Engel in den grünen Kugeln erstmals im Verlag Neues Leben Berlin erschien. Es handelt sich nicht nur um einen der eher schwächeren Romane Krögers, er ist auch im Komplex der DDR-SF im unteren Drittel anzusiedeln. Dabei entbehrt das Buch nicht einer unfreiwilligen Komik. Es hat etwas, wenn die (eigentlich ganz und gar pazifistischen und global-sozialistischen) Erdbewohner beim Angriff der »Engel« die auf den Sockeln eingemotteten T34-Panzer und Katjuschas gefechtsklar machen, zu Rambos mutieren und den Aliens einen heißen Empfang bereiten! Dumm nur, daß Kröger Die Engel in den grünen Kugeln alias Feindliche Brüder weiland als 'ernsthaften' wissenschaftlich-phantastischen Roman angelegt hat und nicht als Parodie auf all die (nicht nur anglo-amerikanischen) militaristischen Action-Gemetzel. So nimmt er dem Buch die provozierende Wirkung, die es haben könnte. Saat des Himmels hingegen ist kein typisches Plan-9-Szenario. Es beginnt eher als klassische Expeditionsgeschichte: Neugierige Außerirdische (von Klaus Brandt auf dem Buchcover anschaulich umgesetzt) suchen nach einer vor langer Zeit auf der Erde verschollenen Forschergruppe und studieren dabei - eher nebenher - die putzigen intelligenten Eingeborenen. Diese sind zwar Primitive, aber nicht ohne Entwicklungspotential. Man muß sie nur entsprechend manipulieren und beeinflussen, schon könnten sie sich eines Tages als gute Handlanger erweisen. Und so zaubern die Geningenieure einen Heiland, der den Menschen die Augen öffnet und sie zum rechten Glauben bekehrt. Alles weitere steht in einem dicken Bestseller, der seit 2000 Jahren schon viele Auflagen erlebt hat und in zig Sprachen übersetzt wurde. Wer aber wissen will, wie das mit Jesus wirklich war, sollte unbedingt Saat des Himmels lesen. Beide Romane, sowohl Falsche Brüder als auch Saat des Himmels, sind, vorausgesetzt, der Leser hinterfragt die Story nicht zu tief, eine unterhaltsame Lektüre. Es gibt originelle Einfälle und ungewöhnliche Ideen, aber eben auch viele haarsträubend unlogische und selbstparodistische Passagen. Man kann Krögers Stil mögen oder nicht - für eine Überraschung ist er jedenfalls immer gut! W. Pankow ALIEN CONTACT |
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