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| Hörbücher sind im Kommen. Nachdem inzwischen einige Klassiker und auch
moderne Werke der phantastischen Literatur vertont wurden, gibt es jetzt den ersten Band
der Necroscope-Reihe auf CD. Brian Lumley genießt im englischsprachigen Raum
bereits seit Mitte der 80er Jahre den Ruf eines außergewöhnlichen Horror-Autors, seine
Romane sind Bestseller. Hierzulande ist er inzwischen auch kein Unbekannter mehr, immerhin
gehören die Bände mit den unverwechselbaren Titelbildern zu den bestverkauften Büchern
des Festa-Verlags. Zu Gehör gebracht wird der Beginn der Abenteuer von Harry Keogh, der bereits in früher Jugend die Fähigkeit entdeckt hat, sich mit Verstorbenen zu unterhalten. Und zuweilen helfen ihm die Toten, sein eigenes Leben in den Griff zu bekommen. Doch es dauert nicht lange, bis eine Spezialabteilung des englische Geheimdienstes, die sich mit außersinnlichen Fähigkeiten beschäftigt, auf Harry aufmerksam wird und ihn anheuern will. Eine parallele Handlung spielt in der Sowjetunion und berichtet von Dragosani, der die Fähigkeit hat, auf äußerst unappetitliche Weise die Geheimnisse von Verstorbenen aus der Leiche zu erlauschen. Er arbeitet für den russischen Geheimdienst, der sich mit allerlei Übersinnlichem beschäftigt. Dragosani will die Herkunft seiner ungewöhnlichen Fähigkeiten ausfindig machen und besucht in den Karpaten seinen Geburtsort und die Grabstätte eines uralten Vampirs, mit dem er sich telepathisch unterhalten kann. Obwohl Lumley zahlreiche Klischees der Trash- und Pulpliteratur verarbeitet, beherrscht er sein Handwerk hervorragend. Seine Figuren sind trotz ihrer haarsträubenden Fähigkeiten überzeugend und glaubhaft. Doch den ganz besonderen Reiz bekommt die Geschichte durch die Verbindung der ESPer mit den Geheimdiensten beider Seiten des eisernen Vorhangs. Die vorliegende Box umfasst sieben CDs mit insgesamt fast acht Stunden Laufzeit, wobei der Text des Romans ungekürzt gelesen wird. Nach einer kurzen Ansage durch die Scully-Sprecherin Franziska Pigulla erklingt die Stimme von Joachim Kerzel, den man als Synchronsprecher von Jack Nicholson und anderen kennt. Obwohl er den Text voller Leidenschaft und mit großem Ausdrucksvermögen liest, ist der Verpackungsaufdruck »inszenierte Lesung« unberechtigt. Dennoch gibt es Textstellen, die durch die Stimme von Joachim Kerzel eine deutlich eindringlichere Wirkung erreichen, als würde man sie selbst lesen. |
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