| Harry Keough, der als Necroscope mit den Toten sprechen kann, hat ein ernstes
Problem. Er kann sich zwar durch das Möbius-Kontinuum bewegen und als körperloses Wesen
jeden Ort auf der Erde erreichen, jedoch muß er immer wieder in den Körper seines
Sohnes, der noch im Säuglingsalter ist, zurückkehren, sobald dieser wach wird. Daher
bleibt Harry nicht viel Zeit, die Geheimnisse der Vampire zu erforschen, um schließlich
zu helfen, die Untoten zu besiegen. Im vierten Teil der Necroscope-Reihe - der
dem mittleren Drittel des zweiten Bandes der englischen Originalausgabe entspricht -
erzählt Brian Lumley von den tausend Jahre währenden Erlebnissen der nahezu
unsterblichen Wamphyri Faethor und Thibor Ferenczy. Thibor zog einst aus, um Faethor zu
vernichten, doch dieser war ihm haushoch überlegen und erwählte ihn zu seinem
Nachfolger. Als Thibor schließlich ebenfalls zu einem Wamphyri geworden war, nahm er
Rache an seinem Vampir-Vater. Faethor mußte aus seiner Heimat fliehen und zog durch die
Welt, schloß sich Dschingis Khan und später den Kreuzrittern an, mit der Absicht eines
Tages zurückzukehren, um sich an Thibor zu rächen ...
Dieser Band ist besonders interessant, da Lumley die Vorgeschichte einiger Figuren
schildert und die zuvor als dämonische Monster beschriebenen Ferenczys trotz ihrer
Grausamkeit fast menschliche Züge annehmen. Die historischen Passagen des Romans sind
packend erzählt. Jedoch wird immer noch nicht klar, woher die Vampire eigentlich kommen.
Vielleicht offenbart der Autor dies in einem späteren Band.
Hardy
Kettlitz ALIEN CONTACT
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