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| Eddard Stark, der Herrscher
über den Norden des Reiches, ist tot. Sein Sohn Robb muss bereits im Alter von fünfzehn
Jahren die Verantwortung für Winterfell und die zugehörigen Lehen übernehmen. Robbs
Schwestern Sansa und Arya sehen ebenfalls einem ungewissen Schicksal entgegen: Sansa
kauert im Schatten des wahnsinnigen Thronfolgers in King's Landing und muss täglich um
ihr Leben bangen. Arya ist es gelungen, aus der Hauptstadt zu fliehen, doch es ist
ungewiss, ob sie jemals nach Winterfell zurückkehren wird. Auf dem Thron der Sieben Königreiche sitzt der dreizehnjährige Joffrey Baratheon, der bösartige und unberechenbare Sohn von Robert I. Selbst Königin Cersei, seine Mutter und die eigentliche Regentin, kann ihn kaum noch im Zaum halten. Überall herrscht Bürgerkrieg. Die Fürsten bekennen sich zwar der Form halber zu den verschiedenen Königshäusern, doch jeder verfolgt seine eigenen Ziele. Selten ist die Fortsetzung einer Fantasy-Serie mit solcher Leidenschaft erwartet worden. Und Martin enttäuscht seine Leser nicht - im Gegenteil! Nach einem furiosen Auftakt in Die Herren von Winterfell und Die Erben von Winterfell geht er jetzt richtig zur Sache. Die Vielfalt seiner Charaktere und die Souveränität, mit der er zwischen ihren unterschiedlichen Blickwinkeln wechselt, zeigen ihn auf der Höhe seiner Erzählkunst. Er entwirft einerseits ein großes, fantastisches Gemälde einer abenteuerlichen Welt. Andererseits führt er seine Leser so nahe an seine Figuren heran, dass diese Welt für die Dauer des Lesens zu unserer Eigenen wird. Fantasy-Romane von vergleichbarer Qualität sind rar. Robin Hobb mit ihrer Die Legende vom Weitseher oder Das Schwert der Schatten von J.V. Jones können da vielleicht noch mithalten. Aber seien wir ehrlich: »Das Lied von Eis & Feuer« ist die beeindruckendste Fantasy-Serie der letzten Jahre. Und wird es auf absehbare Zeit hinaus auch bleiben ... |
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