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| Der sechzehnte Roman aus dem Zyklus um die Drachenreiter von Pern schreibt
die Geschichte fort und geht nicht wie Der Meisterharfner von Pern in die
Vergangenheit zurück. Anne Mc Caffrey beschäftigt sich weiter mit dem Thema, wie die
Nachkommen der irdischen Kolonisten mit den wiederentdeckten technischen Vermächtnissen
ihrer Vorfahren umgehen. Der Fädenfall ist nun ein für alle Mal durch den Einsatz der Drachenreiter von der Oberfläche des Planeten abgewendet, aber das heißt nicht, daß die Bewohner von Pern aller Probleme ledig sind. Während ein Großteil der Handwerker, Drachenreiter, Gelehrten und Landbesitzer den technischen Fortschritt zu schätzen beginnen und immer neue Verfahren wiederentdecken, die die Arbeit und das Leben erleichtern, versuchen Gruppen von Ewiggestrigen, die sich an die Veränderungen nicht gewöhnen können, mit Sabotageakten die Vermächtnisse der Vergangenheit zu vernichten. Zwar können immer wieder einige von ihnen gefasst werden, nicht aber die Rädelsführer. Flar und Lessa sind ratlos. Derweil hat sich ihr Sohn Flessan auf dem Südkontinent ein eigenes Heim geschaffen. Er gehört zu denen, die in die Zukunft schauen und die technischen Errungenschaften ausprobieren und weiterentwickeln. Dabei kommt er auch der grünen Reiterin Tai näher. Dann aber überschattet eine neue Katastrophe alle Schwierigkeiten. Ein größerer Meteorit stürzt ins Meer und löst Flutkatastrophen aus, und die Bewohner von Pern müssen erkennen, dass jenseits der Atmosphäre noch andere Gefahren lauern als die Fäden und technischer Fortschritt unumgänglich wird... Anders als in Der Meisterharfner von Pern konzentriert sich Anne McCaffrey in diesem Roman wieder auf verschiedene Personengruppen und schildert sehr geschickt die Konflikte zwischen den Befürwortern der technischen Errungenschaften und denen, die mit allen Mitteln die Werte der Vergangenheit aufrecht erhalten wollen. Fortschrittsgläubige und Fanatiker treffen mit Mitteln aufeinander, die an Aktualität nichts verloren haben, ebenso gibt es auch jene, die die Konflikte zu Gunsten eigenen Machtgewinns schüren. Leider nimmt die zusätzlich auftretende Katastrophe einiges von der Brisanz des Themas zurück und lässt es gegen Ende des Romans sogar eher zu einer Nebensache werden. Ein weiterer Minuspunkt an diesem Roman ist die auffallend oberflächliche Übersetzung, deren laxere Sprache deutlich gegenüber der früherer Titel abfällt, so dass er nur hartgesottenen Fans der Serie empfohlen werden kann. Christel Scheja |
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