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James A. Owen

Kai Meyers Mythenwelt 1: Die ewige Bibliothek

Originalausgabe • 2002

Science Fiction > Alien Contact
Buch-Tips
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Mythenwelt hat ein seltsam anmutendes Konzept: Der deutsche Bestsellerautor Kai Meyer hat den Rahmen einer siebenbändigen Serie erdacht, die jedoch vom amerikanischen Autor James A. Owen geschrieben und im deutschen Festa-Verlag erstveröffentlicht wird. Obwohl Owen als Romanautor bisher nicht in Erscheinung getreten ist, ist er dank der von ihm gezeichneten und getexteten Comicserie Starchild in der amerikanischen Fantasy-Szene wohlbekannt.

Im ersten Band der Mythenwelt-Serie geht es zunächst um ein altes Buch, das nordische Mythen und Legenden enthält, die weit über die bekannte Edda hinausgehen. Die Geschichte beginnt an der Universität Wien. Michael Langbein ist dort Professor für Ältere Literatur und Geschichte und hat bereits auf abenteuerliche Weise hohe Summen an Universitätsgeldern für alte Handschriften ausgegeben. Die zweite Hauptfigur ist Professor Mikaal Gunnar-Galen, ehemals erfolgreicher Opernsänger und nun Vizerektor der Universität. Langbein und Galen werden zu einer seltsamen Vorstellung in einem Studentenklub eingeladen. Dort lernen sie den Mathematiker und Zen-Illusionisten Juda kennen, der die beiden Professoren mit einem unglaublichen Auftritt verblüfft, nur um auf sich aufmerksam zu machen.

Schließlich präsentiert er den beiden ein Jahrtausende altes Buch, die Urfassung der Edda, die sich von den bekannten Versionen deutlich unterscheidet. Langbein ist fasziniert, aber Professor Galen gerät schier aus dem Häuschen, als er die handschriftlichen Anmerkungen in dem Buch als die von Richard Wagner identifiziert. Als die beiden Professoren Juda nach der Herkunft des Buches ausfragen, erzählt er von seiner ungeheuerlichen Reise in die tibetanische Bergwelt, wo er mit seinen Reisebegleitern eine gigantische Bibliothek entdeckt hat, die unschätzbar wertvolle und Jahrtausende alte Manuskripte und Bücher enthielt. Die Geschichte ist haarsträubend, aber Juda erreicht mit der Reisebeschreibung sein Ziel und bewegt die beiden Professoren zur Mitarbeit. - Während der Wagner-Festspiele in Bayreuth kommt es dann zum Showdown, kurz nachdem die beiden Professoren erfahren mussten, dass die Realität offensichtlich ganz anderen Mustern folgt, als wir alle dies für möglich halten.

Der Autor James A. Owen hat ein großes Erzähltalent und fabuliert an einigen Stellen wild drauflos. Doch selbst die unglaubwürdigsten Passagen der Handlung werden so gekonnt in Szene gesetzt, dass es eine wahre Freude ist. Man merkt deutlich, dass sich Owen bisher hauptsächlich mit Comics beschäftigt hat, denn teilweise ist die Handlung ähnlich überspitzt wie in seinen Graphic Novels.

Es bleibt zu hoffen, dass er seine Fabulierfreude in ähnlicher Dichte behält, denn diesem ersten Roman sollen noch sechs weitere folgen. - Man kann Die ewige Bibliothek allen Lesern der phantastischen Literatur uneingeschränkt empfehlen.

Hardy KettlitzALIEN CONTACT

Originalausgabe
James A. Owen, Die ewige Bibliothek (Kai Meyers Mythenwelt 1)
(Almersbach: Festa, 2002) [1201] Bestellen
dt. von Sara Schade, Titelbild von Dieter Rottermund
mit einer Einleitung von Kai Meyer, Hardcover, 256 Seiten
Siehe auch
James A. Owen, Kai Meyers Mythenwelt 2: Der unsichtbare Mond (2003)
James A. Owen, Kai Meyers Mythenwelt 3: Der zeitlose Winter (2004)
Leser-Service:
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