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| Der UFO-Spezialist Dieter von Reeken unternimmt in diesem Buch den Versuch,
einen Teil der deutschen Nachkriegs-SF-Geschichte aufzuarbeiten. Die beiden ersten
deutschen SF-Magazine, die in der zweiten Hälfte der fünfziger Jahre in der BRD
erschienen, waren zweifellos sehr wichtig, wenn auch eines der beiden eigentlich keine
»deutsches« Magazin war, sondern allenfalls ein deutschsprachiges, denn das GALAXIS
MAGAZIN enthielt ausschließlich Storys amerikanischer Autoren, und selbst
die Sachartikel wurden aus dem Amerikanischen übernommen. Im UTOPIA MAGAZIN
gab es zumindest in jeder Ausgabe einen Anteil von Beiträgen deutscher Autoren. Von Reekens Buch besteht aus drei Teilen. Der erste Teil beschäftigt sich mit dem UTOPIA MAGAZIN. Zunächst gibt es eine kurze Einleitung von sechs Seiten in relativ großer Schrift, die nicht viel Neues enthält, sondern vor allem statistische Auswertungen der Magazine. Auf den folgenden 26 Doppelseiten ist jeweils links das Inhaltsverzeichnis der Magazine abgedruckt (Autor, Titel und Seitenzahl, ohne zusätzliche Informationen) und rechts das jeweilige Titelbild (mit Angabe von Erscheinungstermin und Namen der Illustratoren als Bildunterschrift). Im zweiten Teil des Buches gibt es wiederum eine kurze Einleitung (sechs Seiten inklusive einiger Abbildungen), diesmal zur Herkunft des GALAXIS MAGAZINS und zu den Besonderheiten der deutschen Ausgabe; weiterhin wiederum 15 Doppelseiten mit Inhaltsverzeichnis und Titelbild, wie im ersten Teil des Buches. Der dritte Teil besteht aus zwei Autorenverzeichnissen (Storys und Artikel), einem Verzeichnis der Pseudonyme und einem Quellenverzeichnis. Im Autorenverzeichnis sind unter dem jeweiligen Autorennamen die Geschichten aufgelistet, jeweils mit Originaltitel, Quelle (Magazin), Originalerscheinungsjahr und Übersetzer. Leider sind die bibliographischen Daten lückenhaft, und selbst bei berühmten Autoren wie Robert A. Heinlein ist zuweilen keine Originalquelle genannt. Bei anderen Geschichten wiederum fehlt das Originalerscheinungsjahr, obwohl ein kurzer Blick in die Referenzbibliographie Science Fiction, Fantasy & Weird Fiction Magazine Index von Stephen T. Miller & William G. Contento (kostenfrei im Internet) genügt hätte, um die Zahlen zu recherchieren. Ein weiteres Manko ist Qualität der Abbildungen. Die Titelbilder sind äußerst kontrastarm und viel zu hell, was nicht auf die Druckqualität des Buches zurückzuführen ist. Im Wesentlichen ist Dieter von Reekens Buch also eine Sammlung von Inhaltsverzeichnissen, die jedoch keinerlei Wertung über diese Inhalte abgibt. Daher stellt sich die Frage, an wen sich der Autor damit wenden wollte. Interessierte Leser erhalten keine weiterführenden Informationen, und Sammler versuchen ohnehin, alle Ausgaben zu bekommen, egal was in ihnen steht. Hardy Kettlitz ALIEN CONTACT
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