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Alien Contact Buch-Tips |
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| Seit den Drachenlanze-Romanen ist es üblich geworden, Romane und
Kurzgeschichtensammlungen zu Rollenspielen zu veröffentlichen. Die Amerikaner haben es
vorgemacht, und die Reihe Das Schwarze Auge im Heyne-Verlag beweist, dass auch
für Bücher zu deutschen Systemen eine gewisse Akzeptanz besteht, bieten sie doch die
Möglichkeit, sich unterhaltsam auf die Hintergrundwelt des Rollenspieles einzulesen. So war es nur eine Frage der Zeit, bis auch zum ältesten deutschen Rollenspiel-System Midgard irgendwann Romane erscheinen würden. Lechvelian ist der erste einer ganzen Reihe von geplanten Büchern zu Midgard. Verfasst wurde es von Ralf Sander, einem Routinier, der schon lange in der Szene aktiv ist, vor allem im Zusammenhang mit Fernsehserien wie Star Trek und Raumpatrouille Orion. Die drei Abenteurer Armarliessia, Darriaen und Kalindi zieht es nach vielen erschöpfenden und tragischen Erlebnissen als Söldner und Weltenreisende zurück in ihre Heimatländer Aran und Rawindra. Dazu müssen sie das wilde Alba durchqueren, dass nur nominell von einem Herrscher regiert wird. Die Macht liegt in den Händen von mächtigen Clans, die sich auf ihren Ländereien als absolute Herren aufführen und keinen Widerspruch dulden, schon gar nicht von Fremden. Zu diesen Despoten gehört auch der Thaen Lardigan, der skrupellos das von ihm verwaltete Land knechtet. Die drei Reisenden legen sich mit einigen seiner Gefolgsleute an, als diese der schönen und stolzen Amarliessia zu nahe treten, und töten die Einheimischen. Nur einer überlebt und hetzt seinen Thaen durch falsches Zeugnis gegen die Fremden auf. Nicht ahnend, dass sie verfolgt werden, geraten die drei Abenteurer durch den Fund einer Toten, der das ungeborene Kind aus dem Leib gerissen wurde, in ein neues Abenteuer. Sie verschließen sich den Bitten der ebenfalls schwangeren Eldriana nicht, als diese von einem geheimnisvollen Wesen namens Lechvelian erzählt, das sich mit jungen Frauen paart, weil es sich nur von seiner eigenen Brut ernähren kann. Amarliessia und ihre Freunde beschließen, dem Grauen ein Ende zu machen und das Monster zu stellen. Gerade als dies geschieht, tauchen auch ihre Verfolger wieder auf ... Der Kampf gegen ein Monster, sei es nun durch Magie und/oder einen Fluch geschaffen, in einer den Helden feindlich gesinnten Umwelt angesiedelt, ist eines der klassischen Themen im Rollenspiel, und so lässt sich auch diese Geschichte - wenn man den Hintergrund ein wenig genauer kennt - leicht in ein Abenteuer umsetzen. Orte, Nebenpersonen und Geschehnisse sind einfach und überschaubar dargestellt, und die Konflikte lösen sich sehr schnell und ohne große Erklärung der Motivation und Gründe auf. Die Helden entsprechen ihren Archetypen und bleiben blass und damit austauschbar. Somit erfüllt Lechvelian durchaus seinen Zweck als Ergänzung zum eigentlichen Rollenspiel und wird sicherlich den einen oder anderen Spielleiter inspirieren. Als Roman selber ist das Buch durchschnittliche, solide Unterhaltung, die jedoch alle Vorurteile bestätigt, die Nicht-Rollenspieler diesen Erzählungen entgegen bringen. Christel Scheja ALIEN CONTACT |
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