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| ALIEN CONTACT 63 |
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Alien Contact Buch-Tips |
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| Die Welt in nicht allzu ferner Zukunft: Die USA haben sich abgeschottet und
einen tödlichen Laserzaun an der Grenze zu Mexiko errichtet, während Mittel- und
Südamerika in Armut und Krieg versinken. In dieser gewalttätigen und chaotischen
Umgebung betreibt Eddie Poe, der Held des Romans, einen Sicherheitsdienst, der allerdings
eher einer Söldnertruppe ähnelt, sind seine Angestellten doch ehemalige GIs, die durch
die Droge »Samurai« zu wahren Kampfmaschinen mutiert sind, so genannten Sammys. Als Eddies Truppe von der geheimnisvollen Firma Aztech angeheuert wird, um deren Repräsentanten bei Verhandlungen mit einem Drogen-Kartell zur Seite zu stehen, stellt sich schon bald heraus, dass es sich dieses Mal um alles andere als einen gewöhnlichen Routineauftrag handelt. Nachdem sie in einen Hinterhalt geraten sind, flüchten Eddie, seine Freundin Guadalupe, die überlebenden Sammys sowie der tödlich verwundete Repräsentant in die Wüste, wo die Firma Aztech ihren Sitz hat. Aber hier fangen die Probleme erst richtig an, denn hinter Aztech verbirgt sich eine Künstliche Intelligenz, die für das US-Militär entwickelt wurde und sich verselbstständigt hat. Diese KI, Montezuma genannt, setzt alles daran, ihre Existenz zu schützen. Schließlich kristallisiert sich heraus, dass der kleine Trupp um Eddie in einen Machtkampf von nicht zu ermessendem Ausmaß geraten ist. Montezumas wahrer Gegner ist nämlich weder, wie von Eddie zunächst vermutet, die Drogenmafia oder das US-Militär ... Wie man anhand dieser kurzen Inhaltsangabe sieht, geht es in Aztech einigermaßen rund. Neben Elementen des klassischen Film Noir finden sich solche des Cyberpunk, wobei Shepards Hauptaugenmerk auf einer ziemlich realitischen und kritischen Extrapolation sich heute bereits abzeichnender Entwicklungen liegt. Damit beschwört er auf gerade einmal 111 Seiten die beängstigende Vision einer durchaus glaubhaften Zukunft herauf. Die bisweilen etwas ausschweifenden Action-Szenen werden dabei durch die gelungenen Beschreibungen von Montezumas bizarrem Reich mehr als wett gemacht. Eine deutlichere Schwäche des Buches sind dagegen die teilweise etwas klischeebehafteten Personenbeschreibungen. So werden beispielsweise die mexikanischen Mafiosi ziemlich genau so geschildert, wie man es aus diversen Action-Filmen der eher dumpferen Machart gewohnt ist. Aber auch Eddie und seine Freundin hätten etwas mehr Aufmerksamkeit verdient. Zwar schafft es Lucius Shepard durchaus, ihre schwierige Beziehung zueinander glaubhaft in die Handlung einzubauen; dennoch hätte er hier ruhig etwas mehr in die Tiefe gehen können. Insgesamt überwiegen die Stärken von Aztech diese Schwachpunkte jedoch bei weitem. Es ist in hohem Maße erfreulich, dass nach längerer Zeit wieder einmal ein Roman Shepards in deutschen Landen erscheint! |
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