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| Science Fiction > SF Personality > Cordwainer Smith Biographie | Instrumentalität der Menschheit |
| Diese chronologisch
früheste Geschichte der Instrumentalität spielt auf dem Planeten Erde zu einer Zeit, als
noch Nationalstaaten existieren. Zwei dieser Nationalstaaten namens Amerika und
Sowjetunion befinden sich um das Jahr 1950 im kalten Krieg. Ein russischer Wissenschaftler
namens Rogov hat eine revolutionäre Idee, die allerdings militärisch genutzt werden
soll. Stalin stellt alle Mittel zur Verfügung, damit Rogov unter größter Geheimhaltung
seine Maschine entwickeln kann. Und tatsächlich gelingt es diesem, gemeinsam mit seiner
Frau, einer ebenso bekannten Wissenschaftlerin, eine Apparatur zu bauen, die auf
telepathischem Wege Menschen beeinflussen kann. Die zweite Stufe sieht vor, daß man
mittels der Maschine Gedanken anderer Menschen empfangen kann. Rogow nimmt einen
Selbstversuch vor, doch was er sieht, bringt ihn um den Verstand. Er sieht nicht etwa die
Gedanken eines amerikanischen Politikers oder irgendeines anderen Menschen, stattdessen
erlebt er den betörenden Tanz eines goldenen Wesens, das erst im Jahre 13582 leben wird. Auch wenn der Leser in dieser Geschichte noch nicht viel über die Zukunft erfährt - die Tänzerszene ist sehr kurz und wenig konkret -, so gewährt der Autor doch einen flüchtigen Blick durchs Schlüsselloch der Zukunft und läßt ahnen, was einen in den späteren Stories erwartet. Interessanterweise schildert der Autor den russischen Wissenschaftler als eine durchaus sympathische Person. Obwohl er von Spitzeln und Geheimdienstlern umgeben ist, will er natürlich der Sowjetmacht dienen und all sein Wissen und Können in den Dienst des Volkes stellen, um den Klassenfeind zu besiegen. Der Autor zeigt Verständnis für diese Einstellung, was für eine Veröffentlichung in einem amerikanischen Science-Fiction-Magazin der Fünfziger Jahre sicher nicht alltäglich war. |
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