| Diese äußerst
beeindruckende Geschichte spielt auf der Venus. Eine kleine Forschungsstation
repräsentiert die Menschheit, und einige Wissenschaftler untersuchen die etwas seltsamen
Venusbewohner. Diese sind offensichtlich vernunftbegabt, jedoch auf eine vollkommen andere
Weise als die Menschen. Und sie zeigen ihre Intelligenz nur sehr selten, sondern benehmen
sich eher wie Schafe, die sinnlos in der Gegend herumstehen. Sie lassen sich zwar
herumschubsen oder zusammentreiben, eine andere Kontaktaufnahme ist jedoch nicht möglich.
Wenn man einen der Venusbewohner tötet, werden dadurch mehrere Hektar Boden verseucht.
Eines Tages landen plötzlich Schwärme von Menschen auf der Venusoberfläche, insgesamt
82 Millionen Chinesen, jeder an einem eigenen Fallschirm. Viele sterben bei der Landung.
Die Überlebenden machen sich sofort daran, die Venusbewohner zusammenzutreiben und allein
durch ihre Körpermasse einzupferchen, um sie verhungern zu lassen, denn dies ist die
einzige Methode, die Venusier zu töten, ohne dem Boden zu verseuchen. Nur kurze Zeit
darauf ist diese unerfreuliche Aufgabe erledigt und Millionen von Chinesen machen sich
daran, Reis auf der unwirtlichen Oberfläche des Nachbarplaneten anzubauen. Einer der
Protagonisten erfährt, daß die chinesische Regierung selbst mit dem Tod von 70 Millionen
Chinesen gerechnet hat, denn die restlichen 12 Millionen Menschen hätten ausgereicht, um
die Venus zu besiedeln und zu einem chinesischen Planeten zu machen. Eben diese
Denkweise jagt dem Leser einen Schauer über den Rücken. Es ist erschreckend, wie
skrupellos mit Menschen umgegangen wird. Allerdings kann man dies nicht dem Autor
vorwerfen, denn er wollte mit diesem Beispiel sicherlich andere und für ihn
gegenwärtigere Zustände illustrieren.
Hardy
Kettlitz
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