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ALIEN CONTACT
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Frank Stieper

CybernetCity

2000 [Jugendbuch, ab 12 Jahre]

Science Fiction > Alien Contact
Buch-Tips
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Drei Jugendliche - Jana, Alexander und Mark - sind nach einer unerfreulichen Begebenheit in einer Disco auf dem Heimweg. Als sie an einem stillgelegten Militärgelände vorbeikommen, werden sie neugierig und verschaffen sich Zugang. In einem der Labors entdecken sie einen Hochleistungscomputer, der an die »CybernetCity« eines japanischen Elektronikkonzerns angeschlossen ist, eine Art virtuelle Welt, in der zahlungskräftige Kunden ihren Vergnügungen nachgehen können. Doch der Militärrechner ist kein gewöhnlicher Zugang, sondern stellt Mark die Aufgabe, den »Cyco« zu suchen und zu eliminieren - sonst hat er keine Möglichkeit, die virtuelle Welt wieder zu verlassen. Diese Jagd wird lebensgefährlich, zumal die Sicherheitsleute von CybernetCity Mark als unerlaubten, gefährlichen Eindringling ansehen und ebenfalls zu eliminieren versuchen.

Wenn man diesen Roman als Cyber-Märchen liest, so ist er stellenweise interessant. Allerdings leidet die Handlung stark unter der Phantasielosigkeit des Autors. Zwar mag Frank Stieper einiges von der Cyber-Technologie verstehen, nicht zuletzt, weil er eine eigene Softwarefirma besitzt, aber die Handlungsführung liegt ihm offensichtlich weniger. Es ist mehr als unglaubwürdig, daß ein paar gelangweilte Jugendliche ohne weiteres in ein - wenn auch stillgelegtes - Militärgelände eindringen können, dort auf Anhieb ein geheimes Labor betreten und obendrein einen voll funktionstüchtigen, geheimen Versuchsrechner vorfinden, der natürlich nicht paßwortgeschützt ist und sich spielend von 17jährigen Schülern bedienen läßt. Selbst bei einer angenommenen Nachlässigkeit des deutschen Militärs im Jahre 2089 ist das mehr als unwahrscheinlich. Hinzu kommt, daß die CybernetCity der Idee der Virtuellen Welt nichts Neues hinzufügt; Ähnliches kennt man bereits aus zu vielen anderen Romanen oder Filmen wie Matrix. CybernetCity gleicht allzu sehr der Realität, so daß man sich kaum vorstellen kann, warum sich viele User - genannt werden weltweit etwa eine Million Nutzer - mittels Avataren dort einloggen sollten. Etwas mehr Phantasie bei der Gestaltung der CybernetCity hätte dem Buch gutgetan. Die Motivationen der Protagonisten bleiben sehr oberflächlich, und einige Figuren wurden nur deshalb eingeführt, damit ihnen die Technik zur Erzeugung der virtuellen Welt ausführlich erläutert werden kann.

Das ist selbst für ein Jugendbuch etwas wenig.

Hardy KettlitzALIEN CONTACT

Originalausgabe
Frank Stieper, CybernetCity
(Würzburg: Arena, 2000)
Neuausgabe
Frank Stieper, CybernetCity
(Würzburg: Arena, 2000) Bestellen
Titelbild von Thomas Thiemeyer, 230 Seiten
Leser-Service:
Lieferbare Titel von Frank Stieper
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