| Der fünfzehnjährige Dick Murdock, Identifikationsfigur pickliger
amerikanischer Teenager, darf von der Venus, seinem Wohnort, zur Arbeitsstelle seines
Vaters auf dem Mond reisen. Unterwegs wird er Zeuge, wie ein anderes Raumschiff von
geheimnisvollen Piraten überfallen wird. Bei jeder Gelegenheit werden dem Jungen
Vorträge über die Errungenschaften der Menschheit gehalten, oder - teilweise recht
fragwürdige - technische Einzelheiten erklärt, damit auch der wissbegierige jugendliche
Leser davon profitiert. Als es aber darum geht, den Piraten auf die Schliche zu kommen,
sind alle Erwachsenen ziemlich dämlich, nur der aufgeweckte Junge kommt den Bösewichten
auf die Schliche und entwickelt sich zu einem Indiana-Jones-ähnlichen Actionhelden. Am
Ende der Geschichte kommt es zu einer Raumschiff-Verfolgungsjagd, bei der mit Geschützen,
die in die Bordwand eingelassen sind, Projektilgeschosse auf die abgrundbösen Piraten
gefeuert werden. Nach deren Vernichtung (denn auch in Jugendbüchern werden die Bösen von
den Guten ermordet) wird Dick Murdock als großer Retter gefeiert. Freibeuter des
Alls ist ein Jugendbuch ähnlich wie die zur gleichen Zeit entstandenen Romane von
Robert Heinlein (1947-1958) oder Asimovs Lucky-Starr-Bücher
(1952-1958), nur leider deutlich schlechter. Eigentlich sollte man derartige Bücher am
besten gar nicht erwähnen; interessant ist jedoch, daß sich auch ein Jack Vance
derartige Peinlichkeiten geleistet hat.
Hardy
Kettlitz ALIEN CONTACT
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