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| Spiel der Schatten ist - in der deutschen Ausgabe - bereits der 10.
Band der Geschichte um die beiden ungleichen Brüder Lysaer und Arithon, die durch den
Nebelgeist, den sie besiegten, zu ewiger Feindschaft verdammt wurden. Das ist um so
fataler, da die beiden Männer laut einer Prophezeiung dazu ausersehen wurden, die Länder
der Welt Athera gemeinsam zu neuer Blüte zu führen. Statt dessen scheinen sie die Reiche
noch weiter zu spalten und einer Katastrophe entgegenzuführen, denn auch die magischen
Wächter Atheras teilen sich auf die beiden Prinzen auf. Während sich Lysaer inzwischen
als Herrscher Atheras und »Gebieter des Lichts« etabliert hat, wird Arithon als
finsterer »Herr der Schatten« gejagt und muss sich verbergen. Nun versuchen die Schergen Lysaers mit einer Finte, des »Herrn der Schatten« habhaft zu werden. Sie locken den jungen Hirten Fionn Areth, der Arithon verblüffend ähnlich sieht, in eine Falle und klagen ihn als den »Herrn der Schatten« an. Der Bauernbursche ist völlig hilflos und findet nur in einer jungen Magierin jemanden, der an seine Unschuld glaubt. Der Plan scheint aufzugehen, denn Arithon kehrt aus dem selbstgewählten Exil zurück, um den jungen Mann vom Schafott zu retten, da er als einziger weiß, dass auch Fionn Areth eine Rolle im großen Spiel der Schicksalsmächte zugedacht ist. Auch wenn Spiel der Schatten nur der zweite Teil der amerikanischen Originalausgabe ist, funktioniert die Teilung diesmal, wird doch eine von Anfang bis Ende abgeschlossene Geschichte erzählt. Wie auch in den vorherigen Romanen ist genau zu erkennen, welcher der Prinzen der unumstrittene Favorit der Autorin ist. Leidenschaftlich in die Geschichte vertieft erzählt Janny Wurts den Überlebenskampf des verkannten Prinzen Arithon, der trotz aller Grausamkeit, die man ihm nachsagt ein zerbrechlich-mitfühlender Charakter ist. Da man sich als Leser auf diese Verliebtheit in den Helden und den ausufernde Stil, in dem die Autorin akribisch jedes Detail der Umgebung oder Kleidung der Personen beschreibt (was nicht verwundert, da die Autorin auch professionelle Künstlerin ist), erst einmal einlassen muss, ist der Roman nur interessant für diejenigen, die detailverliebte Erzählungen gerne lesen. Christel Scheja ALIEN CONTACT |
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