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| Science Fiction > Kurd Laßwitz Preis |
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Laudatio:Wenn ein amerikanischer Autor einen Science Fiction Roman schreibt, der weit in der Zukunft spielt, aber ein altgriechisches Versepos aus dem 8. Jahrhundert v.Chr. zum Thema hat, und dabei Figuren aus englischen Dramen des 16. Jahrhunderts und französischen Romanen des beginnenden 20. Jahrhunderts verwendet, dann stellt er damit nicht nur besondere Ansprüche an seine Leser. Peter Robert hat sich der Aufgabe gestellt, die Wortschöpfungen von Dan Simmons mit den Homerischen Versen der Ilias zu verbinden, nicht ohne die unterschiedlichen Stilebenen von William Shakespeare und Marcel Proust außer Acht zu lassen. Dan Simmons zitiert nicht nur diese Autoren, sondern arbeitet mit deren Protagonisten und verändert deren Plots. Das verlangt vom Übersetzer nicht nur ein intensives Studium der referenzierten Werke, sondern auch Kenntnisse über die etablierten Übersetzungen ins Deutsche dieser klassischen Werke. Denn wie im Original soll auch der deutschsprachige Leser die Referenzen direkt im Text erkennen. Peter Robert gelang es souverän, all diese Schwierigkeiten zu meistern und eine kongeniale deutsche Fassung des umfangreichen Originals zu erstellen, die Redewendungen ebenso treffend und stiltreu wiedergibt wie die Sichtweisen der homerischen, Shakespeareschen, Proustschen und Simmonsschen Protagonisten. Die Wortgewalt des vielfach preisgekrönten amerikanischen Autors bleibt ebenso erhalten wie sein feiner, hintergründiger Humor. Die Übersetzungs-Jury des Kurd Laßwitz Preises stimmt daher dafür, Peter Robert für seine Übertragung von Dan Simmons Roman Ilium aus dem amerikanischen Englisch den Kurd Laßwitz Preis für die beste Übersetzung zur Science Fiction im Jahre 2004 zu verleihen. |
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