HandlungIm Jahr 1913 entdeckt ein italienischer Professor in der ägyptischen Wüste einen Felsentempel mit einer geheimnisvollen Inschrift. Demnach soll die Erde alle 5000 Jahre vom absoluten Bösen heimgesucht werden, das nur durch ein geheimnisvolles fünftes Element abgewehrt werden kann. Bevor das Geheimnis gelüftet werden kann, treten die außerirdischen Mondoshawan auf den Plan, um die vier Steine im Tempel, die die herkömmlichen Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde repräsentieren, in Gewahrsam zu nehmen.
Fast dreihundert Jahre später ist es soweit. Am 18. März 2259 wird ein unbekanntes Objekt geortet, das auf die Erde zurast. Jeder Versuch, das Gebilde aus lebensvernichtender Anti-Energie mit Waffen aufzuhalten, stärkt das absolute Böse nur. Ein Priester namens Vitus Cornelius klärt den Präsidenten der Erdregierung auf, daß sich die Gefahr nicht mit Raumschiffen und Laserwaffen abwehren läßt, sondern nur durch das fünfte Element.
Bevor
die Mondoshawan den Koffer mit den vier Steinen zur Erde zurückbringen können, werden
sie von den bösen Mangalores angegriffen und ihr Raumschiff vernichtet. Bei der
Rettungsaktion kann nur die gepanzerte Hand eines der Außerirdischen geborgen werden.
Doch es gelingt den irdischen Wissenschaftlern, das Lebewesen aus der DNS zu
rekonstruieren - das sich als hübsches Mädchen mit roten Haaren entpuppt, das in einer
unverständlichen Sprache plappert. Die außergewöhnliche Frau kann sich aus dem Labor
befreien und landet schließlich im Lufttaxi von Korben Dallas.
Korben zögert zunächst, dem Mädchen zu helfen, da er aufgrund verschiedener Verkehrsdelikte kurz davor steht, seinen Führerschein zu verlieren, doch dann bringt er Leeloo, wie sich sein ungebetener Fahrgast nennt, zu Pater Cornelius. Der Priester erkennt sofort, daß Leeloo das fünfte Element ist, und nachdem die Fremde einige Brocken Englisch gelernt hat, erzählt sie, daß sich die vier Steine im Besitz der Diva Plavalaguna befinden. Da die berühmte Sängerin demnächst in Fhloston Paradise auftreten wird, einem Vergnügungsraumschiff im Orbit um einen Wasserplaneten, machen sich Korben und Leeloo getarnt als Hauptgewinner eines Preisausschreibens auf die Reise.
Auch der finstere Zorg, der im Auftrag des absoluten Bösen handelt, hat seine Wachhunde, die Mangalores, die mit etwas gutem Willen menschliche Gestalt annehmen können, nach Fhloston Paradise geschickt, um die Steine an sich zu bringen. Im Verlauf der großen Gala entbrennt an Bord des Urlaubsraumschiffs ein heftiger Kampf um die Steine, den Korben und Leeloo schwer angeschlagen, aber erfolgreich überstehen.
Nun müssen sie nur noch die Steine und Leeloo in den Wüstentempel bringen, um die Macht des fünften Elements gegen das Böse aktivieren zu können ...
Der französische Kultregisseur Luc Besson entwickelte die Idee zu Das fünfte Element bereits im Alter von 16 Jahren, als er 1975 eine erste Romanfassung der Geschichte schrieb. Fünfzehn Jahre später arbeitete er die Idee zu einem Drehbuch aus, während er seinen Film Atlantis (Atlantis F 1991) drehte. Im November 1991 gaben die französische Filmfirma Gaumont und Warner Brothers den Startschuß für die Produktion von Das fünfte Element, worauf die Vorbereitungsphase begann, in der vor allem an den Modellen und der Austattung gearbeitet wurde. Ein Jahr später bekam Warner kalte Füße, als klar wurde, daß die Produktionskosten weit mehr als 100 Millionen Dollar verschlingen würden, und im Dezember 1992 wurde das Projekt gestoppt. Danach beschäftigte sich Besson zunächst mit dem Drehbuch zu Leon - der Profi (Léon F 1994). Der Film hatte im September 1994 Premiere und wurde ein so großer Erfolg, daß die Columbia den Mut faßte, dem Projekt Das fünfte Element eine neue Chance zu geben. Zwei Stunden nach dem ersten Gespräch unterschrieb Bruce Willis den Vertrag, mit dem er sich verpflichtete, die Hauptrolle zu übernehmen. Im Juni 1995 begannen 350 Techniker in den Londoner Pinewood Studios mit den Vorbereitungen für die Spezialeffekte. Im Januar 1996 starteten die eigentlichen Dreharbeiten in Mauretanien, die ab dem 28. Januar 1996 in den Pinewood Studios fortgesetzt wurden.

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Für die Produktion konnte Regisseur Luc Besson eine Reihe äußerst kreativer
Mitarbeiter verpflichten. Die Entwürfe der Zukunftswelt und der Aliens stammen von den
bekannten französischen Comic-Zeichnern Jean-Claude Mézieres und Jean Giraud alias
Moebius, die eine ganz eigene, unamerikanische Tradition repräsentieren und nichts mit
dem makellosen Star-Trek-Design im Sinn haben. Die zum Teil recht frechen
Kostüme wurden vom französischen Modeschöpfer Jean-Paul Gaultier entworfen. Für die
Computereffekte war Mark Stetson
von der Firma
Digital Domain verantwortlich, der mit 80 verschiedenen Effekten in einer
einzigen Szene einen neuen Rekord aufstellte. Es wurde große Sorgfalt darauf verwendet,
die Ausstattung von Dan Weil, die Masken von Nick Dudman und die zahlreichen
Miniaturmodelle mit den Computertricks zu einem harmonischen Gesamtbild zu verschmelzen.
Die Besetzung aus internationalen Stars und versierten Charakterdarstellern ist genauso bunt gemischt wie der Film. Neben dem Amerikaner Bruce Willis in der Rolle des heruntergekommenen New Yorker Taxipiloten Korben Dallas spielen das russische Fotomodell Milla Jovovich als Leeloo, die Briten Gary Oldman als Zorg und Ian Holm als sein Gegenspieler Cornelius und die Exoten Chris Tucker als Ruby Rhod, der Musiker Tricky als Right Arm und Maiwenn Le Besco als blaue Sängerin Plavalaguna. Die Rolle des General Munro spielt übrigens Brion James, der schon im Klassiker Der Blade Runner (Blade Runner USA 1981) eine kleine Rolle hatte.
Das fünfte
Element ist ein wüstes und erfrischend anderes Actionspektakel, das sich wohltuend
von den Standard-Science-Fiction-Produktionen amerikanischer Prägung abhebt. Der
französische Autor und Regisseur Luc
Besson präsentiert mit einem immensen tricktechnischen Aufwand eine oberflächlich
vertraute Zukunftswelt, deren Klischees gnadenlos sofort wieder durchbrochen werden. Auch
wenn jede Szene mit viel Liebe zum Detail gestaltet wurde, stehen keineswegs die Effekte,
sondern die menschlichen Akteure und der Humor im Vordergrund.
Nur die Logik der Handlung hat ein wenig unter der übersprühenden Kreativität gelitten. So bleibt die Frage offen, wieso sich einer der schildkrötenähnlichen Mondoshawan durch Kloning plötzlich in ein hinreißendes rothaariges Mädchen verwandelt. Und warum arbeitet der böse Zorg für ein Prinzip, das jedes Leben vernichten will - was demnach auch ihn selbst einschließen würde? Doch es dürfte das Beste sein, diese Fragen mit einem lässigen Schulterzucken abzutun und sich einfach nur von den atemberaubenden Bildern dieses Films unterhalten zu lassen.
Wem Space Operas wie Star Trek oder Star Wars gelegentlich zu ernst und trocken sind, wird sich bei Das fünfte Element köstlich amüsieren. Obwohl der Weltraum inzwischen fast vollständig von der amerikanischen Filmindustrie erobert wurde, sind es im Augenblick europäische Regisseure wie Roland Emmerich und Luc Besson, die einfach die besseren Science-Fiction-Filme machen.
Mit einer spektakulären Premierenveranstaltung eröffnete Das fünfte Element am 7. Mai 1997 die 50. Internationalen Filmfestspiele in Cannes. Kurze Zeit später landete der Film auf Platz eins der Kinocharts in den USA und Frankreich. Auch in Deutschland schoß er in der ersten Woche nach dem Kinostart am 28. August 1997 auf Platz zwei. Im Heyne-Verlag erschien gleichzeitig die Novelization von Terry Bisson, die sich jedoch auf eine reine Nacherzählung der Filmhandlung beschränkt und keine der Fragen klärt, die der Film offenläßt. Das Video gibt es seit dem 16.2.1998 als Leihcassette von BMG Video und ist seit dem 27.8.1998 auch als Kaufkassette zu haben.
| deutscher Titel: | Das fünfte Element |
| Originaltitel: | Le Cinquiéme Element The 5th Element |
| Land und Jahr: | F 1997 |
| Technik: | Technicolor • DTS |
| Regie: | Luc Besson |
| Drehbuch: | Robert Mark Kamen Luc Besson |
| Kamera: | Thierry Arbogast |
| Schnitt: | Sylvie Landra |
| Effekte: | Mark Stetson |
| Musik: | Eric Serra |
| Ausstattung: | Dan Weil |
| Kostüme: | Jean-Paul Gaultier |
| Produktion: | Columbia Pictures Gaumont Patrice Ledoux |
| Uraufführung: | 7.5.1997 |
| deutscher Kinostart: | 28.8.1997 (Tobis) |
| deutscher Videostart: | 16.2.1998 (BMG - Leihcassette) 27.8.1998 (BMG - Kaufcassette) |
| Länge: | 126 min. |
| FSK: | ab 12 Jahre |
| Korben Dallas: | Bruce Willis |
| Jean-Baptiste Emmanuel Zorg: | Gary Oldman |
| Victor Cornelius: | Ian Holm |
| Leeloo: | Milla Jovovich |
| DJ Ruby Rhod: | Chris Tucker |
| Billy: | Luke Perry |
| General Munro: | Brion James |
| President Lindberg: | Tom 'Tiny' Lister Jr. |
| Fog: | Lee Evans |
| David: | Charlie Creed-Miles |
| Right Arm: | Tricky |
| Diva Plava Laguna: | Maïwenn Le Besco |
| General Staedert: | John Neville |
| Professor Pacoli: | John Bluthal |