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Orpheus in der Unterwelt

DDR 1974


Handlung

Während Musikprofessor Orpheus auswärts hübschen Mädchen Geigenunterricht erteilt, frönt seine Gattin Eurydike daheim in Theben insgeheim den Freuden der Liebe mit einem Schäfer, hinter dem sich niemand anders als Pluto, der Gott der Unterwelt, verbirgt. Als Orpheus, der über alles genau Bescheid weiß, ihr darob Vorhaltungen macht und sie straft, indem er ihr seine neuesten Kompositionen vorspielt, beschließt sie, ihren Qualen ein Ende zu machen und Pluto in die Unterwelt zu folgen. Orpheus ist eitel Freude, solange, bis Monsieur Jacques ihm klarmacht, daß er alle seine hübschen Schülerinnen verlieren wird, wenn er Eurydike nicht baldigst von den Göttern zurückerbittet. Die Göttergesellschaft auf dem Olymp ist des ewigen Nektars und der faden Ambrosia überdrüssig und langweilt sich so schrecklich, daß sie gegen Göttervater Jupiter rebelliert, der nichts als Weibergeschichten im Kopf hat und seine Herrscherpflichten vernachlässigt. Pluto, der samt Gefolge zu einem Staatsbesuch erschienen ist, heizt die Situation nach Kräften an. Zum Glück für Jupiter bringt die Ankunft von Orpheus und Jacques Ablenkung. Jupiter beschließt, dem Gehörnten zu helfen (Eurydike soll sehr schön sein). Pluto leugnet natürlich die Entführung und lädt die Olympier zur Besichtigung der Unterwelt ein. Nur sehr widerstrebend kommt Orpheus mit. Während sich die Götter mit höllischem Champagner und Spanferkel den Bauch vollschlagen und Cancan lernen, langweilt sich Eurydike in ihrem Luxusappartement. Pluto hat sie vergessen, sein melancholischer Diener Styx, Ex-Prinz von Arkadien, ängstigt sie mit seinen galanten Anträgen, und erst Jupiter in Gestalt einer Fliege befreit sie. Zum Entsetzen von Orpheus, der sich köstlich amüsiert hat.

Doch Pluto, der nicht zulassen kann, daß Jupiter ihm seine Beute abjagt, vereitelt gottlob im letzten Moment Eurydikes Rückkehr auf die Erde.

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Credits

Titel: Orpheus in der Unterwelt
Land und Jahr: DDR 1974
Technik: ORWO-Color • 70 mm
Regie: Horst Bonnet
Buch: Horst Bonnet
Vorlage: nach der Operette
Orpheus in der Unterwelt
von Hector Cremieux
Kamera: Otto Hanisch
Szenenbild: Alfred Hirschmeier
Musik: Jacques Offenbach
Musikalische Einrichtung: Robert Hanell
DEFA Symphony Orchester, Dirigent: Robert Hanell
Chor der Deutschen Staatsoper, Berlin
Choreographie: Tom Schilling
Tanz: Ballet der Komischen Oper Berlin
Metropol Theater, Berlin
Produktion: DEFA
Helmut Klein
Länge: 87 Minuten
FSK ab 12 Jahre

Darsteller

Darsteller: Gesungen von:
Orpheus: Wolfgang Greese Horst Hiestermann
Eurydike: Dorit Gäbler Ingrid Czerny
Jupiter: Rolf Hoppe Siegfried Vogel
Juno: Lisa Macheiner Gertraud Prenzlow
Pluto: Achim Wichert Achim Wichert
Styx: Fred Düren Fred Düren
Venus: Gisela Bestehorn Gudrun Wichert
Diana: Helga Piur Elisabeth Ebert
Merkur: Fred Delmare Joachim Arndt
Cupido: Mona Boxberger Sigrid Schild
Mars: Werner Senftleben
Jacques: Gerry Wolf Gerry Wolf

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