HandlungWährend Musikprofessor Orpheus auswärts hübschen Mädchen Geigenunterricht erteilt, frönt seine Gattin Eurydike daheim in Theben insgeheim den Freuden der Liebe mit einem Schäfer, hinter dem sich niemand anders als Pluto, der Gott der Unterwelt, verbirgt. Als Orpheus, der über alles genau Bescheid weiß, ihr darob Vorhaltungen macht und sie straft, indem er ihr seine neuesten Kompositionen vorspielt, beschließt sie, ihren Qualen ein Ende zu machen und Pluto in die Unterwelt zu folgen. Orpheus ist eitel Freude, solange, bis Monsieur Jacques ihm klarmacht, daß er alle seine hübschen Schülerinnen verlieren wird, wenn er Eurydike nicht baldigst von den Göttern zurückerbittet. Die Göttergesellschaft auf dem Olymp ist des ewigen Nektars und der faden Ambrosia überdrüssig und langweilt sich so schrecklich, daß sie gegen Göttervater Jupiter rebelliert, der nichts als Weibergeschichten im Kopf hat und seine Herrscherpflichten vernachlässigt. Pluto, der samt Gefolge zu einem Staatsbesuch erschienen ist, heizt die Situation nach Kräften an. Zum Glück für Jupiter bringt die Ankunft von Orpheus und Jacques Ablenkung. Jupiter beschließt, dem Gehörnten zu helfen (Eurydike soll sehr schön sein). Pluto leugnet natürlich die Entführung und lädt die Olympier zur Besichtigung der Unterwelt ein. Nur sehr widerstrebend kommt Orpheus mit. Während sich die Götter mit höllischem Champagner und Spanferkel den Bauch vollschlagen und Cancan lernen, langweilt sich Eurydike in ihrem Luxusappartement. Pluto hat sie vergessen, sein melancholischer Diener Styx, Ex-Prinz von Arkadien, ängstigt sie mit seinen galanten Anträgen, und erst Jupiter in Gestalt einer Fliege befreit sie. Zum Entsetzen von Orpheus, der sich köstlich amüsiert hat. Doch Pluto, der nicht zulassen kann, daß Jupiter ihm seine Beute abjagt, vereitelt gottlob im letzten Moment Eurydikes Rückkehr auf die Erde. |
![]() |
|
| Titel: | Orpheus in der Unterwelt |
| Land und Jahr: | DDR 1974 |
| Technik: | ORWO-Color 70 mm |
| Regie: | Horst Bonnet |
| Buch: | Horst Bonnet |
| Vorlage: | nach der Operette Orpheus in der Unterwelt von Hector Cremieux |
| Kamera: | Otto Hanisch |
| Szenenbild: | Alfred Hirschmeier |
| Musik: | Jacques Offenbach |
| Musikalische Einrichtung: | Robert Hanell |
| | DEFA Symphony Orchester, Dirigent: Robert Hanell Chor der Deutschen Staatsoper, Berlin |
| Choreographie: | Tom Schilling |
| Tanz: | Ballet der Komischen Oper Berlin Metropol Theater, Berlin |
| Produktion: | DEFA Helmut Klein |
| Länge: | 87 Minuten |
| | FSK ab 12 Jahre |
| Darsteller: | Gesungen von: | |
| Orpheus: | Wolfgang Greese | Horst Hiestermann |
| Eurydike: | Dorit Gäbler | Ingrid Czerny |
| Jupiter: | Rolf Hoppe | Siegfried Vogel |
| Juno: | Lisa Macheiner | Gertraud Prenzlow |
| Pluto: | Achim Wichert | Achim Wichert |
| Styx: | Fred Düren | Fred Düren |
| Venus: | Gisela Bestehorn | Gudrun Wichert |
| Diana: | Helga Piur | Elisabeth Ebert |
| Merkur: | Fred Delmare | Joachim Arndt |
| Cupido: | Mona Boxberger | Sigrid Schild |
| Mars: | Werner Senftleben | |
| Jacques: | Gerry Wolf | Gerry Wolf |