Weil er einst eine Bettlerin aus seinem Schloß verwiesen hat, wird der junge Prinz zur Strafe in ein Monster verwandelt. Erst wenn ihm ein Mädchen seine Liebe gesteht, soll er wieder zurückverwandelt werden - aber nur, wenn es vor seinem 21. Geburtstag geschieht. Zufällig lebt im Dorf nebenan das hübsche Mädchen Belle, deren Vater, ein verrückter Erfinder, vom Biest gefangengenommen wird. Auf der Flucht vor ihrem Verehrer Gaston kommt sie ins Schloß und läßt sich an Vaters Statt gefangennehmen. Die beiden kommen sich zwar näher, aber das Monster hat Probleme damit, lieb und nett zu Belle zu sein, um vielleicht ihre Liebe zu gewinnen. Erst nachdem Gaston es im Duell getötet hat, spricht sie in letzter Sekunde die erlösenden Worte, und dem Happy-End mit dem auf wunderbare Weise wiederbelebten Prinz steht nichts mehr im Wege.
Der 30. abendfüllende Zeichentrickfilm aus den Walt Disney Studios entstand nach dem alten Märchenstoff von der Schönen und der Bestie, der erstmals im 16. Jahrhundert von Giovan Straparalo schriftlich festgehalten wurde. Walt Disney hatte schon in den vierziger Jahren eine Verfilmung geplant, aber erst Mitte 1989 fand der Produzent Don Hahn den Mut, die streckenweise sehr düstere Geschichte umzusetzen. Für die Entscheidung, den Stoff als Musical zu inszenieren, war insbesondere der Komponist Howard Ashman verantwortlich, der die Uraufführung seines Werks nicht mehr erleben konnte, da er im März 1991 überraschend verstarb.
Die Schöne und das Biest ist ein typisches Disney-Produkt, ohne Überraschungen, aber gefällig, rührig und für die ganze Familie geeignet - und mit viel Musik. Für den typischen Disney-Touch sorgt insbesondere das sprechende Haushaltsgeschirr. Die Zeichentricktechnik ist selbstverständlich erste Sahne, und auch die Möglichkeiten des Computertricks, für die unter anderem die RenderMan-Software von Pixar eingesetzt wurde, werden anschaulich demonstriert. Dabei zeigt sich, daß für die Figurenanimation Handarbeit unerläßlich ist, während sich eine Technik wie Rotoscope hervorragend für die Belebung der Hinter- und Vordergründe eignet, wie die beeindruckenden Kamerafahrten durch das Märchenschloß beweisen.
1992 wurde dieser Film, der eine Zeitlang auf Platz 1 der erfolgreichen Zeichentrickfilme aller Zeiten stand, mit zwei Oscars für den besten Song und die beste Musik ausgezeichnet. 1993 erschien das Video Ein Meisterwerk entsteht - Die Schöne und das Biest (USA 1993) mit einem anschaulichen »Making of« und einer Rohschnittfassung, die erstmals auf dem New Yorker Filmfestival 1991 kurz vor der endgültigen Fertigstellung gezeigt wurde.
Am 18. April 1994 fand die Uraufführung des Disney-Musicals Beauty and the Beast im Palace Theatre am New Yorker Broadway statt. Die deutsche Fassung lief in Wien und Stuttgart. Übrigens war gleichzeitig eine Musical-Version des Märchens auf Tournee, die nicht auf dem Disney-Film basiert.
Am 1. Januar 2002 startet in den IMAX-Kinos eine bearbeitete Fassung des Films, die eine neue Sequenz mit dem Song »Human Again« enthält, die nicht für die ursprüngliche Kinoversion verwendet wurde.
| deutscher Titel: | Die Schöne und das Biest |
| Originaltitel: | Beauty and the Beast |
| Land und Jahr: | USA 1991 |
| Technik: | Zeichentrick, Computeranimation Technicolor, Dolby Stereo |
| Regie: | Gary Trousdale Kirk Wise |
| Drehbuch: | Linda Woolverton Roger Allers (Story) |
| Vorlage: | Giovan Straparalo Jeanne-Marie Leprince de Beaumont Gabrielle di Villeneuve |
| Schnitt: | John Carnochan |
| Art Director: | Brian McEntee |
| Effekte: | Dave Bossert (Überwachung) Ted Kierscey (Überwachung) Dorse Lanpher (Überwachung) Mark Myer (Überwachung) Brett Hayden (Überwachung Computeranimation) Linda Bel (Computeranimation) Greg Griffith (Computeranimation) James R. Tooley (Computeranimation) |
| Musik: | Alan Menken Howard Ashman (Songs) |
| Produktion: | Don Hahn Howard Ashman (ausführend) Walt Disney Pictures Silver Screen Partners IV |
| US-Uraufführung: | 13.11.1991 |
| US-Kinostart: | 22.11.1991 |
| deutscher Kinostart: | 26.11.1992 |
| deutscher Videostart: | 2.9.1993 |
| Länge: | 86 min. |
| US-Sprecher | deutsche Sprecher | |
| Belle: | Paige O'Hara | Jana Werner |
| The Beast/Das Biest: | Robby Benson | Matthias Freihof |
| Gaston: | Richard White | Engelbert von Nordhausen (Dialog) Peter Edelmann (Gesang) |
| Lumière: | Jerry Orbach | Joachim Kemmer |
| Cogsworth/von Unruh: | David Ogden Stiers | Manfred Lichtenfeld |
| Erzähler: | David Ogden Stiers | Friedrich Schoenfelder |
| Mrs. Potts/Madame Pottine: | Angela Lansbury | Ingeborg Wellmann |
| Chip/Tassilo: | Bradley Michael Pierce | Timo Plümicke |
| Maurice: | Rex Everhart | Alexander Herzog |
| LeFou: | Jesse Corti | Santiago Ziesmer |
| Philippe: | Hal Smith | |
| Wardrobe/Kommode: | Jo Anne Worley | Christel Merian |
| Bimbette: | Mary Kay Bergman | |
| Stove/Ofen: | Brian Cummings | |
| Bookseller/Buchverkäufer: | Alvin Epstein | |
| Monsieur D'Arque: | Tony Jay | Klaus Miedel |
| Baker/Bäcker: | Alec Murphy | |
| Featherduster/Staubwedel: | Kimmy Robertson | |
| Bimbette: | Kath Soucie | |
| Footstool/Schemel: | Frank Welker |