- Der deutsche Koproduzent »Pro 7« über die Serie:
Die Zeit: 220 Millionen Jahre bis 152 Millionen Jahre v. Chr.
Die gesamte Erdoberfläche gleicht einer gigantischen Wüste, nur in der Umgebung der
eisfreien Pole wüten Monsune. Hier entwickelt sich langsam neues Leben, und nach einigen
Millionen Jahren ist diese Region geprägt von einer vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt.
In friedlicher Koexistenz leben hier die unterschiedlichsten Individuen: Große Herden des
Placerias ernähren sich von Farnen, während primitive Säugetiere im Schutz dieser
massigen Reptilien einen Bau graben. Flugsaurier sind auf der Jagd nach Insekten, und
kleine flinke Coelophysis leben von den Beute-Resten der anderen. Sie alle haben nur einen
Feind: den gefährlichen Postosuchus, ein gefräßiges Landkrokodil mit einem Kopf, der an
Tyrannusaurus Rex erinnert. Doch als die Trockenzeit hereinbricht, wendet sich das Blatt.
Die Zeit der kleinen Saurier ist gekommen, und ehemalige Jäger werden zu Gejagten ...
In den kommenden Millionen Jahren wird das Land immer fruchtbarer. Der Lebensraum der
Dinosaurier weitet sich aus, sie bevölkern bald die gesamte Erdkugel. Ein junges
Diplodocus-Weibchen rückt jetzt in den Mittelpunkt der Dokumentation: Es ist im
geschlechtsreifen Alter, vereinigt sich mit einem Männchen und legt schon bald Eier.
Damit hat es seine mütterlichen Pflichten erfüllt, von nun an ist der Nachwuchs auf sich
allein gestellt. Viele Feinde haben es auf die Kleinen abgesehen, und nur wenige von ihnen
werden es schaffen, selbst Nachwuchs zu haben ...
Der Macher. Der studierte Zoologe und versierte Dokumentarfilmer Tim Haines hatte die
Idee, das Leben der Dinosaurier
»real«, in ihrer natürlichen Umgebung, zu zeigen: Der tägliche Kampf ums Überleben,
das Sozial- und Sexualverhalten und die Aufzucht der Jungen sollten Themen der
Dokumentationsreihe werden - mit Hauptdarstellern, die bereits vor 65 Millionen Jahren
ausstarben. »Die Herausforderung bestand darin, mit Hilfe modernster Animations- und
Tricktechnik die Theorien der Wissenschaftler so realistisch wie möglich umzusetzen. Doch
trotz unserer großen Begeisterung und bester Vorbereitung mussten das Team und ich
begreifen, dass wir nicht die Wahrheit zeigen können, sondern nur eine mögliche Form des
Lebens der Dinosaurier.«
Die Vorbereitung. Bevor auch nur ein einziges Bild entstand, diskutierte das Team über
ein Jahr mit mehr als 100 der weltweit führenden Paläontologen und Experten für
prähistorische Pflanzen, Fische und Insekten, aber auch mit Meteorologen und Geologen. In
den Gesprächen grenzten die Wissenschaftler die große Zahl der Urzeitwesen ein und
konzentrierten sich auf 18 Dinosaurier, sechs Flugsaurier, fünf weitere Reptilien, zwei
Säugetiere, einen Hai, eine Amphibie und einen Vogel, die allesamt ausgestorben sind und
nur noch als Fossilien existieren. Mit diesen Hauptakteuren entwickelte Tim Haines die
Geschichten und entwarf die ersten Storyboards.
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