| Gefahr aus dem Weltall - nach einer Idee von Ray Bradbury - ist ein
seltenes Beispiel dafür, dass im utopischen Film der 50er Jahre durchaus nicht nur
»Kalter Krieg« gepredigt wurde. Regisseur Jack Arnold plädierte hier engagiert für
Phantasie statt Gewalt, für friedliche Koexistenz statt Diskriminierung von Fremden. Zur
Zeit der Kommunistenjagd von Senator MacCarthy war dies eine ungewöhnliche Botschaft in
einem Hollywood-Film, dessen Held ein UFO mit Außerirdischen gegen hysterische Erdlinge
verteidigt. Sand Rock, ein Wüstenstädtchen in Arizona: Der Amateurastronom John Putnam
und seine Freundin Ellen Fields beobachten eines Nachts wie in der Nähe einer
stillgelegten Mine ein Feuerball niedergeht, den sie für einen Meteor halten. An der
Einschlagstelle muss Putnam jedoch seine Meinung korrigieren: Es handelt sich um ein UFO.
Aber niemand will seinem Bericht Glauben schenken. Putnams Sorgen werden größer, als
eine Reihe von Bürgern verschwinden, und wenig später, seltsam verändert, wieder
auftauchen. Ein unsichtbares Wesen klärt Putnam über die Zusammenhänge der seltsamen
Ereignisse auf: Der »Meteor« ist das Raumschiff einer Gruppe außerirdischer
Weltraumreisender, die ein Maschinenschaden zur Notlandung auf der Erde zwang. Um ihre
Gastgeber durch ihr fremdartiges Äußeres nicht zu erschrecken, haben die Außerirdischen
Bürger entführt und dupliziert, um in menschlicher Gestalt unerkannt und unbehelligt die
notwendigen Reparaturen durchführen zu können. Als Putnam seinen Gesprächspartner
auffordert, sich ihm zu zeigen, erlebt er eine Überraschung... |
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| Gefahr aus dem Weltall (1953), Jack Arnolds erster Science-Fiction-Film, war zugleich eine der
ersten 3-D-Produktionen eines großen Studios, in denen Hollywood Anfang der fünfziger
Jahre der Konkurrenz des Fernsehens mit aufwendigen film- und kinotechnischen Neuerungen
zu begegnen suchte. Doch auch der Versuch der Universal Studios, dem Konkurrenten Warner
Bros. (House of Wax) mit einem eigenen stereoskopischen Kamerasystem den Rang
abzulaufen, blieb ohne dauerhaften Erfolg. Das 3-D-Verfahren wurde bald, zugunsten von
Breitwandverfahren wie Cinemascope, fallengelassen. Gefahr aus dem Weltall
erfährt freilich auch in der Normalversion, ohne die von Jack Arnold nur sparsam
genutzten 3-D-Effekte, keine Qualitätseinbußen - es bleibt ein mit wenig Geld und viel
Phantasie gedrehter Science-Fiction-Klassiker, dem Steven Spielberg mit seiner
teuren Unheimlichen Begegnung der dritten Art und mit E.T. - Der Außerirdische
liebevoll Reverenz erwiesen hat. Quelle: WDR |