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Die Brut des Teufels: Konga, Godzilla, King Kong

Mekagojira no Gyakushu • J 1975


Handlung

Wieder einmal erscheinen Aliens auf der Bildfläche, um die Welt zu erobern. Zu diesem Zweck restaurieren sie den auf dem Grunde des Meeres liegenden Mechagodzilla. Zupaß kommt ihnen auch noch der verbitterte Wissenschaftler Dr. Mafune, der flugs den Unterwasserdrachen Titanosaurus aktiviert. Mafunes Tochter ist durch eine Unachtsamkeit ihres Vaters gestorben, woraufhin die Außerirdischen einen Cyborg aus ihr gemacht haben. Mit der Macht ihrer Gedanken kontrolliert sie die Monstren und läßt sie auf Japan los. Das kann sich Godzilla natürlich nicht bieten lassen. Er schreitet zur Tat und haut sich im Häusermeer von Tokio mächtig mit seinen Gegnern. Als dann der weibliche Cyborg endgültig sein (künstliches) Leben aushaucht, sind Mechagodzilla und Titanosaurus führungslos. Godzilla reißt seinem Gegenpart den Kopf ab und verscheucht den Wassersaurier ins kühle Naß.

Kritik

Den Abschluß des ersten Godzilla-Zyklus der Toho durfte noch einmal der Erfolgsregisseur Inoshiro Honda in den Kasten bringen, denn Die Brut des Teufels: Konga, Godzilla, King Kong (Mekagojira no Gyakushu • J 1975) bedeutete gleichzeitig den zwanzigsten Geburtstag von Godzilla. Dieser letzte Streifen der Serie erweist sich als recht ambivalent. Das Drehbuch von Yukiko Takayama ist von seiner Grundkonzeption her ziemlich einfallslos und beschränkt sich im wesentlichen darauf, eine Sequel zu King Kong gegen Godzilla (Gojira tai Mekagojira • J 1974) aufzubauen, wenn man einmal die neue Idee vom künstlichen Menschen außer acht läßt. (Übrigens enden beide Filme damit, daß Godzilla seinen Konkurrenten regelrecht köpft.) Dafür blitzt an vielen Stellen noch einmal das Können Hondas auf. Er bringt es insbesondere fertig, in der Person Dr. Mafunes und der Beziehung zwischen Cyborg und Helden endlich einmal eine einfühlsam inszenierte Geschichte zu erzählen, die nicht nur zur Nebenhandlung verkommt. Der vom Trickexperten Teruyoshi Nakano konzipierte Saurier wirkt eindrucksvoll, genauso wie diverse exzellent in die Tat umgesetzte Schlachten in Modellstädten. Optisch ist die ganze Sache mehr als gelungen und läßt wehmütige Erinnerungen an die sechziger Jahre aufkommen, als jeder Kaiju-Eiga-Film knackige Monsterkämpfe zeigte. Auch Godzillas Kostüm wurde Honda zu Ehren noch einmal neu konzipiert; speziell der flache Kopf und die engen Augenschlitze weisen auf seine ruhmreiche Vergangenheit hin. Außerdem hat man weitgehend auf die üblichen Humoresken verzichtet. Trotzdem ist das Werk einhellig von den Filmkritikern verrissen worden, die den Streifen als »minderwertig« und »einen aus diversen japanischen Monsterfilmen zusammengeschnippelten Eintopf« bezeichneten. An dieser Stelle sei für Hondas letztes Werk eine Lanze gebrochen. Das teilweise schwache Drehbuch und die Tatsache, daß einige Szenen aus King Kong gegen Godzilla (Gojira tai Mekagojira • J 1974) und Frankenstein und die Monster aus dem All (Kaiju Soshingeki • J 1968) verwendet werden, trüben lediglich den guten Gesamteindruck, ohne ihn aber beseitigen zu können. Mechagodzilla stiehlt wiederum allen die Show, aber handlungsmäßig weist der Streifen große Schwächen auf.

• Thomas Deist

Siehe auch
Film-Index • Godzilla
Der erste Godzilla-Zyklus
Der zweite Godzilla-Zyklus
Kaiju Eiga - Der japanische Monsterfilm
Japanische Titel und Namen
Gummidrachen im Spielzeugland - Sinn und Unsinn der japanischen Monsterfilme
Film-Index • Dinosaurier • Prähistorik
DinoMedia • Dinosaurier in Literatur, Film und anderen Medien
Prehistoric News • Magazin für prähistorische Motive in den Medien
Leser-Service
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Credits

Hallo Welt
Originaltitel:Mekagojira no Gyakushu
Übersetzung:»Mechagodzillas Gegenangriff«
deutsche Titel:Die Brut des Teufels
Konga, Godzilla, King Kong
Godzilla und der Kampf der Titanen
(TV)
US-Titel:The Terror of Godzilla
Terror of Mechagodzilla
(Video)
Mechagodzilla vs. Godzilla
Monsters from an Unknown Planet
Revenge of Mechagodzilla
Land und Jahr:J 1975
Technik:Farbe, Breitwand
Regie:Inoshiro Honda
Drehbuch:Yukiko Takayama
Vorlage:Yukiko Takayama (Story)
Kamera:Sokei Tomioka
Schnitt:Yoshitami Kuroiwa
Effekte:Teruyoshi Nakano (Effektregie)
Toshiro Aoki
(Effektregieassistenz)
Kan Komura
(Effektregieassistenz)
Yasuyuki Inoue
(Spezialeffekte)
Takesaburo Watanabe
(mechanische Effekte)
Yoichi Manoda
(optische Effekte)
Kazunobu Mikame
(Mattekünstler)
Sokei Tomioka
(Effektkamera)
Musik:Akira Ifukube
Ausstattung:Yoshifumi Honda
Produktion:Toho
Tomoyuki Tanaka
Henry G. Saperstein
Uraufführung:15.3.1975
deutscher Kinostart:22.8.1975
US-Kinostart:Mai 1978
Länge:83 Minuten (japanische Fassung)
83 Minuten
(deutsche Fassung)
79 Minuten
(US-Fassung)
FSK:ab 12 Jahre

Darsteller

Dr. Mafune:Akihiko Hirata
Katsura Mafune:Tomoko Ai
Akira Ichinose:Katsuhiko Sasaki
Jiro Murakoshi:Katsumasa Uchida
Mugaru:Goro Mutsumi
Segawa:Kenji Sahara
Yuri Yamamoto:Tomoe Mari
Alien:Shin Roppongi
Tagawa:Tadao Nakamaru
Tada:Kotaro Tomita
Mafunes Butler:Ikio Sawamura
Alien im Trenchcoat:Kazuo Suzuki
Alien mit Bart:Toru Ibuki
Aliens:Haruo Suzuki
Toshio Kirishima
U-Boot-Captain Kusagai:Masaaki Daimon
Godzilla:Toru Kawai
Mechagodzilla:Ise Mori
Titanosaurus:Katsumi Nimiamoto
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