HandlungEin Hurrikan spült Mothras Riesenei an die Gestade Japans. Einige Dunkelmänner sehen ihre Chance gekommen und vermarkten das Ei als Gimmick. Derweil bitten die beiden Minipriesterinnen (in der US-Version treffenderweise »The Peanuts Sisters« betitelt) vergeblich in Gebeten um die Rückkehr des Eis. Als dann jedoch urplötzlich Godzilla auftaucht und sich nach einigen Verwüstungen daran macht, das Ei zu zerstören, können die kleinen Zwillinge Mothra beschwören, ihrer Brut zur Hilfe zu eilen. Da der Schmetterling schon in die Jahre gekommen ist, pustet ihm Godzilla die Lebenslichter aus. Doch der Apfel (pardon: das Ei) fällt nicht weit vom Stamm; es schlüpfen zwei gigantische Raupen aus, die den Drachen in einen Kokon spinnen und ihn ins Meer werfen. |
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KritikMußte Godzilla als »baddie« bereits in Die Rückkehr des King Kong (Kingukongu tai Gojira J 1962) gegen ein gutes Monster antreten, so setzte sich dies bei Godzilla und die Urweltraupen (Mosura tai Gojira J 1964) fort. Der vierte Auftritt des »großen Grünen« zusammen mit dem Star aus Mothra bedroht die Welt (Mosura J 1961) gehört zu den Höhepunkten der Godzilla-Serie; insbesondere die Sets sind diesmal äußerst liebevoll konstruiert worden. Besonders böse kam auch Godzilla daher, für den man eigens ein neues Kostüm entworfen hatte. Das tiefe Anthrazit und die spezielle Gestaltung der Augenpartie verliehen dem Ungetüm eine ungewöhnlich gemeine Ausstrahlung. Darüber hinaus bemerkt der geschulte Kinogänger den teilweisen (und sehr kurzen) Einsatz von Stop-Motion-Effekten während des Zweikampfes Godzilla gegen Mothra. Trotzdem markiert auch dieses Lichtspiel den Weg des Kaiju Eiga zum anspruchslosen Unterhaltungsfilm. Zum ersten Mal treten hier Baby-Monster (die Raupen) auf, die sich gegen »erwachsene« Ungeheuer zur Wehr setzen müssen, womit der Hang von Inoshiro Honda und Co. zum Prä-Adoleszenten eindrucksvoll dokumentiert wird. Denn längst waren Kinder und Jugendliche das Hauptpublikum der Japan-Monsterfilme. Um immer mehr Zuschauer ins Kino zu locken, bediente sich die Produktionsfirma Toho eines Tricks, den schon Universal in den vierziger Jahren erfolgreich ausprobiert hatte. »The Monster Team Up« führte hier nicht Boris Karloff, Lon Chaney jr. und andere Horror-Stars zusammen, sondern Godzilla, Mothra, King Kong und Co. Thomas Deist |
| Originaltitel: | Mosura tai Gojira |
| Übersetzung: | »Mothra gegen Godzilla« |
| deutscher Titel: | Godzilla und die Urweltraupen |
| US-Titel: | Godzilla vs. The Thing |
| Land und Jahr: | J 1964 |
| Technik: | Farbe, Breitwand |
| Regie: | Inoshiro Honda |
| Drehbuch: | Shinichi Sezikawa Peter Fernandez (US-Fassung) |
| Kamera: | Hajime Koizumi |
| Schnitt: | Ryohei Fujii |
| Effekte: | Eiji Tsuburaya (Effektregie) Akira Watanabe (Spezialeffekte) Mototaka Tomioka Teruyoshi Nakano (Effektregieassistenz) Hiroshi Mukoyama (Effektkoordination) Teizo Toshimitsu (Entwurf der Kostüme) Teisho Arikawa (Effektkamera) Sokei Tomioka (Effektkamera) Kuichiro Kishida (Effektbeleuchtung) Minoru Nakano (Animation) Hisashi Shimonaga (Toneffekte) |
| Musik: | Akira Ifukube |
| Ausstattung: | Takeo Kita |
| Produktion: | Toho Tomoyuki Tanaka Sanezumi Fujimoto American International Pictures Samuel Z. Arkoff |
| Uraufführung: | 29.4.1964 |
| Wiederaufführung: | 19.12.1970 15.3.1980 |
| deutscher Kinostart: | 5.4.1974 |
| US-Kinostart: | 17.9.1964 |
| Länge: | 89 Minuten (japanische Fassung) 89 Minuten (US-Fassung) 87 Minuten (deutsche Fassung) |
| FSK: | ab 12 Jahre |
| Ichiro Sakai: | Akira Takarada |
| Yoka/Junko Nakanishi: | Yuriko Hoshi |
| Professor Miura: | Hiroshi Koizumi |
| Jiro Nakamura: | Yu Fujiki |
| Banzo Torahata: | Kenji Sahara |
| Kumayama: | Yoshifumi Tajima |
| Shobijin: | Emi & Yumi Ito |
| Zeitungschef: | Jun Tazaki |
| Bürgermeister: | Kenzo Tabu |
| Alter Mann: | Yutaka Sada |
| Godzilla: | Haruo Nakajima |