HandlungDie Bewohner des unterirdischen Reiches Seetopia fühlen sich durch Nukleartests der Japaner aufgeschreckt. Als Rache schicken sie das Rieseninsekt Megalon an die Oberfläche, um Stunk zu inszenieren. Zu allem Überfluß stehlen sie auch noch den von einem Wissenschaftler gebauten Roboter King Kong (!), der seine Größe beliebig verändern und durch die Lüfte fliegen kann. Da aber der Roboter scheinbar eine eigene Seele hat und kinderfreundlich ist, wendet er sich gegen die Bösewichte und fliegt flugs Richtung Monsterinsel, um Godzilla zur Hilfe zu holen. Zwecks Wiederherstellung der Waffengleichheit beordern die Seetopianer das Weltraumungeheuer Gigan in den Ring. Nach einigen Schlappen behalten Blechtonne und Gummidrache die Oberhand; das Reich Seetopia geht mitsamt Bewohnern und Monstren unter. |
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KritikKing Kong - Dämonen aus dem Weltall (Gojira tai Megaro J 1973) wurde von Jun Fukuda recht einfallslos inszeniert und bietet lediglich diverse Auseinandersetzungen in der Walachei, weil man aus Kostengründen wohl keine Lust hatte, diese in teuren Modellstädten stattfinden zu lassen. Die wenigen Zerstörungsszenen sind natürlich aus anderen Filmen der Godzilla-Serie geklaut und zudem schlampig hineingeschnitten worden. Überdies hatte die Daiei zwischenzeitlich mit den Gamera-Streifen der Toho so heftig Konkurrenz gemacht, daß die Filme der einstigen Hausmacht lediglich Reaktionen auf das waren, was der Mitbewerber vorher schon ausprobiert hatte. Wurden die Ideen von Gamera gegen Jiggar - Frankensteins Dämon bedroht die Welt (Gamera tai Daimaju Jaiga J 1970) in Frankensteins Höllenbrut (Gojira tai Gaigan J 1972) verbraten, so bediente sich Toho nunmehr unverfroren aus Gamera tai Shinkai Kaiju Jigura (J 1971), der bereits den Denkanstoß zu Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster (Gojira tai Hedora J 1971) gegeben hatte. Im zuletzt genannten Gamera-Film ging es nämlich ebenfalls um eine unterirdische Menschenrasse. Um den Diebstahl wenigstens etwas zu kaschieren, nannten die Japaner das Völkchen »Mu«, eine Rasse, die schon in der Atlantis-Saga U 2000 - Tauchfahrt des Grauens (Kaitei Gunkan J 1964) aufgetaucht war. Thematisch haben die Drehbuchautoren Fukuda, Sekizawa und Kimura hier erstmals die Anknüpfungspunkte Atombombe und Umweltverschmutzung vereint und mit dem kinderfreundlichen Roboter King Kong die jugendlichen Kinogänger bei der Stange gehalten. Dafür wirkt das Kostüm von Megalon, einem gelben Riesenkäfer, der todbringende Strahlen aus seinem Kopf verschießen kann, wie das Überbleibsel des letzten Rosenmontagszuges. |
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MedieninfoDer »King Kong« heißt im Original übrigens Jet Jaguar (geschrieben: Jieshito Jaga) und hat seine »Eindeutschung« natürlich dem hiesigen Verleih zu verdanken, der nach dem Ausschlachten von »Frankenstein« jetzt den Namen eines anderen legendären Kino-Ungeheuers mißbrauchte. Dieser Jet Jaguar ist als Reminiszenz an die Toho-Fernsehserie Urotoroman (J 1967) gedacht. In Amerika dachte man sich anläßlich der Kinopremiere folgenden »Gag« aus: Godzilla und Megalon durften sich auf einem Poster zu Dino DeLaurentiis' zeitgleich gestarteter Produktion King Kong (King Kong USA 1976) von den Dächern des World Trade Centers aus anschnauben. Thomas Deist |
| Originaltitel: | Gojira tai Megaro |
| Übersetzung: | »Godzilla gegen Megalon« |
| deutsche Titel: | King Kong - Dämonen aus dem Weltall Godzilla versus Megalon (TV) |
| US-Titel: | Godzilla vs. Megalon (1976) |
| Land und Jahr: | J 1973 |
| Technik: | Farbe |
| Regie: | Jun Fukuda |
| Drehbuch: | Jun Fukuda |
| Vorlage: | Takeshi Kimura, »Gojira tai Uchu Kaiju« (Story) Shinichi Sekizawa (Story) |
| Kamera: | Yuzuru Aizawa |
| Schnitt: | Michiko Ikeda |
| Effekte: | Teruyoshi Nakano (Effektregie) Shoji Okawa (mechanische Effekte) Sokei Tomioka (Effektkamera) |
| Musik: | Riichiro Manabe Shinichi Sekizawa (Songtexte) |
| Ausstattung: | Yoshifumi Honda |
| Produktion: | Toho Tomoyuki Tanaka |
| Uraufführung: | 17.3.1973 |
| deutscher Kinostart: | 14.12.1973 (Constantin) |
| US-Kinostart: | April 1976 |
| Länge: | 82 Minuten (japanische Fassung) 81 Minuten (deutsche Fassung) 78 Minuten (US-Fassung) |
| | FSK ab 12 Jahre |
| Professor Goro Ibuki: | Katsuhiko Sasaki |
| Rokuro Ibuki: | Hiroyuki Kawase |
| Hiroshi Jinkawa: | Yutaka Hayashi |
| Imperator Antonio: | Robert Dunham |
| Agent: | Wolf Otsuki |
| Godzilla: | Shinji Takagi |
| "King Kong" (Jet Jaguar): | Tsugutoshi Komada |
| Megalon: | Hideto Odachi |
| Gigan: | Kengo Nakayama (= Kenpachiro Satsuma) |