Teil 1: Die Gefährten | Teil 2: Die zwei Türme
Ein Ring sie zu knechten, sie alle zu
finden,
Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden
Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.
HandlungFrodo Beutlin und Sam Gamdschie können endlich bis ins Innere von Mordor vordringen. Geführt werden sie immer noch von Gollum, dem kleinen Monster, dem einmal der Ring der Macht gehört hat. Und dieses Geschöpf führt auch weiterhin nichts Gutes im Schilde. Gandalf und Aragorn wird unterdessen klar, dass sich nach der gelungenen Verteidigung Rohans eine noch größere Schlacht ankündigt. Die Orks rücken von Mordor aus, um das bedeutendere südliche Königreich Gondor anzugreifen. Wenn die Hauptstadt Minas Tirith fällt, wäre damit das wichtigste Bollwerk der Menschen beseitigt und ihr Untergang besiegelt. Der Thron Gondors steht Aragorn zu. Da sich seine Familie aber schon lange im nördlichen Exil befindet, herrscht der Truchsess Denethor über das Reich. Ihn versucht Gandalf davon zu überzeugen, dass er die Reiter Rohans gegen die Orks zu Hilfe rufen muss. Doch Denethor kann nicht mehr klar denken. Er trauert um seinem älteren Sohn Boromir, der im ersten Teil getötet worden ist. Den feindlichen Horden hat er nichts als Resignation entgegenzusetzen. Seinen jüngeren, ungeliebten Sohn Faramir schickt er in einen hoffnungslosen Kampf, von dem dieser schwer verwundet zurückkommt. Als die Orks schließlich die Stadt belagern, schickt Gandalf den Hobbit Pippin los, damit er Denethors Wachen überlistet und - gegen die Weisung des Truchsess - das Leuchtfeuer entzündet, mit dem die Reiter Rohans herbeigerufen werden. Der vollends wahnsinnig gewordene Denethor hat inzwischen nichts Besseres zu tun, als einen Scheiterhaufen aufzurichten, auf dem er sich selbst und Faramir verbrennen will. An der Spitze der Truppen Rohans reitet der greise König Theoden in die letzte Schlacht seines Lebens. Merry und Theodens Tochter Eowyn sind dabei, obwohl der König es ihnen ausdrücklich verboten hat. Im Kampf gegen den Anführer der schwarzen Reiter, der gefährlichen Nazgul, wachsen sie über sich hinaus. Aragorn dagegen zieht nicht mit der Hauptstreitmacht nach Minas Tirith. Er rekrutiert unheimliche Verbündete, die dem König von Gondor noch einen Gefallen schuldig sind. In Mordor gelingt es Gollum derweil, einen Keil zwischen Sam und seinem Herrn Frodo zu treiben. Er kann dem Ringträger einreden, sein treuer Diener sei selber hinter dem Ring her. Frodos Weisung, allein zurückzugehen, schlägt Sam allerdings in den Wind. Stattdessen bewahrt er seinen Herrn vor einer gefährlichen Bestie und befreit ihn aus der Gefangenschaft der Orks. Im Kampf gegen eine Übermacht können Aragorn, Gandalf und ihre Verbündeten nicht mehr lange standhalten. Ihr Schicksal hängt davon ab, dass der Ring der Macht endlich in den Feuern des Schicksalsberges geschmolzen wird. Doch gerade in dem Moment, als das Ziel schon erreicht zu sein scheint, übt jener, auf den sie bauen, furchtbaren Verrat. Der Triumph der Orks scheint unausweichlich ... |
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![]() Foto: Warner Bros. |
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KritikNach der Premiere des dritten und finalen Teils der Ring-Saga konnten die Berichterstatter nur höflichen Applaus vermelden. Es schien, als sei die Trilogie zum Ende hin abgesackt. Doch dieser Eindruck täuscht. Die Rückkehr des Königs beeindruckt mit denselben starken Attributen wie die beiden vorangegangenen Teile und führt das gewaltige Werk zum gebührenden Abschluss. Die Geschichte wird weiter werkgetreu und gleichzeitig filmgerecht umgesetzt. Designer und Effekt-Spezialisten haben wieder phantastische Bilder geschaffen. Die Stadt Minas Tirith gleicht einem Berg, der hangaufwärts von konzentrischen ringförmigen Mauern verteidigt wird. Der Königspalast thront quasi auf dem Gipfel. Die Orks und Trolle sind zum Teil auf höchst charismatische Weise bösartig. Saurons Auge auf dem Turm Baras Dur ist zum ersten Mal aus der Nähe zu sehen und wird gezeigt, wenn es zwischen verschiedenen Zielen hin und her schwenkt. Das sind nur einige der phantastischen Schauwerte. Etwas unglaubwürdig erscheinen einzig die Geister der toten Krieger, an deren Spitze Aragorn in die Schlacht zieht. Mit Denethor wird eine sehr interessante neue Figur eingefügt. Der verwirrte und feige Despot wird von John Noble so perfekt verkörpert, dass man ihn am liebsten am Schlawittchen packen und stundenlang schütteln möchte. Merry und Pippin machen eine interessante Entwicklung durch. Miranda Otto kann als Eowyn im Kampf brillieren. Und Gimli sorgt zuverlässig für Humor. Peter Jackson setzt wieder moderne Regiemittel ein, etwa wenn er am Anfang in Gollums Lebensgeschichte zurückblendet und dabei die Zeitebenen ineinander verschwimmen lässt. Oder wenn kurz vor dem letzten Kampf die Zeit für einen Augenblick stillzustehen scheint. Für die merkliche Zurückhaltung des Publikums bei der Premiere wie auch in deutschen Kinos gibt es eine einfache Erklärung, die mit der Qualität des Gesamtwerkes nur bedingt etwas zu tun hat. Peter Jackson hat darauf verzichtet, die Geschichte am Ende radikal zu kürzen. Auch die letzte Szene des Romans findet sich wieder. Zwar wird bis dahin einiges gerafft und ausgelassen, dennoch muss man sagen, dass dieser wieder dreieinhalbstündige Film mit mutigen Schnitten etwa 20 Minuten kürzer hätte ausfallen können. Andererseits ist aber schon das romangerechte Ende Sarumans weggefallen, was die Fans zu vielen negativen Kommentaren und Christopher Lee zum Nichterscheinen bei der Premiere veranlasst hat. Allen kann man es eben nicht recht machen. Der Herr der Ringe bleibt das, was die beiden ersten Teile bereits versprochen haben: ein nahezu perfekt umgesetztes Epos vom ewigen Kampf des Guten gegen das Böse, in dem Schauspiel, Regie, Maske und Effekte den Fantasien eines Ausnahme-Schriftstellers eine angemessene Form geben konnten. Ein scheinbar unverfilmbares Werk erschließt sich so einem noch größeren Publikum und wird vielleicht noch mehr Menschen dazu motivieren, dieses und viele andere Bücher aufzuschlagen und zu lesen. |
| Originaltitel: | The Lord of the Rings - The Return of the King |
| deutscher Titel: | Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs |
| Land und Jahr: | Neuseeland/USA 2003 |
| Regie: | Peter Jackson |
| Buch: | Fran Walsh Philippa Boyens Peter Jackson |
| Vorlage: | J. R. R. Tolkien Der Herr der Ringe [Bd. 3, Die Rückkehr des Königs] |
| Kamera: | Andrew Lesnie |
| Schnitt: | Jamie Selkirk |
| Musik: | Howard Shore Into The West gesungen von Annie Lennox |
| Ausstattung: | Grant Major |
| Künstlerische Leitung: | Dan Hennah |
| Effekte: | Digitale Effekte Weta Ltd. (Spezial-Make-Up, Kreaturen,
Miniaturen und Digitale Effekte) Jim Rygiel (Leitung der visuellen Effekte) |
| Kostüme: | Ngila Dickson Richard Taylor |
| Produktion: | Barrie M. Osborne Peter Jackson Fran Walsh Michael Lynne (Ausführend) Mark Ordesky (Ausführend) Robert Shaye (Ausführend) Bob Weinstein (Ausführend) Harvey Weinstein (Ausführend) Rick Porras (Co-Produktion) Jamie Selkirk (Co-Produktion) |
| deutscher Kinostart: | 17.12.2003 (Warner) |
| Länge: | 200 min. |
| | FSK ab 12 Jahre |

Foto: Warner Bros.
| Frodo Beutlin: | Elijah Wood |
| Gandalf: | Sir Ian McKellen |
| Aragorn: | Viggo Mortensen |
| Sam Gamdschie: | Sean Astin |
| Legolas: | Orlando Bloom |
| Gimli: | John Rhys-Davies |
| Pippin: | Billy Boyd |
| Merry: | Dominic Monaghan |
| König Theoden von Rohan: | Bernard Hill |
| Eowyn: | Miranda Otto |
| Gollum/Smeagol: | Andy Serkis |
| Faramir: | David Wenham |
| Eomer: | Karl Urban |
| Arwen: | Liv Tyler |
| Elrond: | Hugo Weaving |
| Galadriel: | Cate Blanchett |
| und: | John Noble Ian Holm Sean Bean |