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| Irgend
jemand - es ist nicht bekannt, ob man ihn hinterher (verdientermaßen) gefeuert hat - kam
auf die Idee, einen Comic, in dessen Mittelpunkt eine Donald-Duck-Persiflage stand, nicht
mit den Mitteln des Zeichentricks zu verfilmen, sondern mit einem von Zwergen und
Kleinwüchsigen getragenen Bürzelanzug, das diesem Produkt den Gummistempel naiver
Märchenfilme wie Der Wolf und die sieben jungen Geißlein (Schongerfilm, 1957)
aufdrückt. Nur mit dem Unterschied, daß dieser »Spaß« hier 50 Millionen Dollar
gekostet hat, aber die drolligen Geißlein maximal nur ein paar hunderttausend.
Als auch die Hinterbänkler bei Universal und Lucasfilm merkten, daß die Suppe gar arg
versalzen war, versuchte man es beim Einsatz in Europa mit einer Titeländerung: Howard
... A New Breed of Hero, »eine neue Art von Held«, und am liebsten hätte man den
Enterich überhaupt rausgeschnitten, aber das war unmöglich. Howard lebt auf einem Planeten, wo intelligente Enten die beherrschende Spezies sind, bis er mir nichts, dir nichts über die Milchstraße nach Cleveland/Ohio weggebeamt wird, wo er, selbst ein verkannter Komponist, mit einer Rock'n'Rollerin Freundschaft schließt. Dann aber kippt der Film vollends um. Hilflos ignorierten und verstörten die Macher die eher schrille, anarchische Klientel der von Marvel verlegten Howard-Comics (warum hat man sie dann überhaupt verfilmt?) und suchten ihr Heil in einer effektreichen, aber kindlich-primitiven Science-Fiction-Fabel vom skorpionartigen Mutanten, der das Universum für sich beansprucht und alles kaputtmachen will. Der kleine Howard schlägt sich wacker, doch dafür interessiert sich zu diesem Zeitpunkt schon keiner mehr. Rolf Giesen |
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Das Buch zur Web-Site: Rolf Giesen und Bernhard Kempen: Invasion des Wahnsinns Die schlechtesten Science-Fiction-Filme |
| Originalitel: | Howard the Duck |
| deutscher Titel: | Howard - Ein tierischer Held |
| Land und Jahr: | USA 1985 |
| Regie: | Willard Huyck |
| Drehbuch: | Gloria Katz Willard Huyck |
| Vorlage: | In Anlehnung an den Marvel Comic von Steve Gerber |
| Kamera: | Richard H. Kline |
| Musik: | John Barry Thomas Dolby |
| Spezialeffekte: | Industrial Light & Magic |
| Produktion: | Gloria Katz für Lucasfilm/Universal |
| deutscher Kinostart: | 18.12.1986 (UIP) |
| Länge: | 109 Min. |
| FSK: | ab 12 Jahre |
| Beverly Switzler: | Lea Thompson |
| Dr. Jenning: | Jeffrey Jones |
| Phil Blumburdt: | Tim Robbins |
| Howard the Duck: | Ed Gale |
| Stimme von Howard: | Chip Zien |