In der Zahnradfabrik des Weltraumunternehmers Cosmo Spacely auf einem entfernten Asteroiden gibt es Probleme. Als die Fließbänder immer wieder auf unerklärliche Weise stehenbleiben, vermutet man Sabotage. Auf der Suche nach dem entbehrlichsten Angestellten seiner Firma, der den ungeliebten Posten des Leiters der Zahnradproduktion übernehmen soll, fällt die Wahl des Chefs natürlich auf George Jetson.
Trotz Widerstands seitens der Familie - niemand möchte die Annehmlichkeiten der irdischen Zivilisation missen - zieht man samt Haushaltsroboter Rosie auf die Asteroidenstation um, die sich dann doch als ganz nettes Plätzchen erweist. Sohnemann Elroy freundet sich mit einem kleinen blaubepelzten Wesen aus der Nachbarschaft an, Ehefrau Jane kann nach Herzenslust einkaufen, und Töchterchen Judy findet angemessenen Ersatz für den Rockstar, mit dem sie auf der Erde eine Verabredung sausen lassen mußte.
Während dessen gelingt es George mit seinem angeborenen Hang zum Chaos nicht, das Werk wieder zum Laufen zu bringen. Aber der kleine Elroy entdeckt schließlich, daß die Sabotageakte auf das Konto der Grungees gehen, kleiner niedlicher Pelzwesen mit Kulleraugen, die im Innern des Asteroiden leben und wegen des Erzabbaus um die Zerstörung ihres Lebensraums fürchten müssen.
In einer gemeinsamen Familienaktion findet man schließlich einen Kompromiß, den sogar der jähzornige Mister Spacely zähneknirschend akzeptieren muß, und alle Beteiligten können beruhigt nach Hause fliegen. [bk]
Die Jetsons - Der Film ist der erste Kinoauftritt der Weltraumfamilie aus der Fernsehzeichentrickserie Die Jetsons (The Jetsons, USA 1962-87) von William Hanna und Joseph Barbera. Im Gegensatz zu vielen ähnlichen Projekten wurde hier nicht eine Fernsehepisode auf Leinwandformat aufgeblasen. Auch wenn man es mit der Wahrscheinlichkeit nicht so genau nimmt (Wozu braucht man in der Zukunft Zahnräder, und wie können die Pelztierchen auf einem toten Asteroiden existieren?), erzählt der Film eine lustige und bemerkenswert einfühlsam entwickelte Story.
Die Zukunftswelt der Jetsons ist eine ungewöhnliche, aber reizvolle Mischung aus Vorstellungen der sechziger Jahre und technischen Neuerungen der Neunziger, eine schöne, heile Zukunft ohne Umweltprobleme. Doch man kann dem Film keinswegs Kritiklosigkeit unterstellen, da immerhin Partei gegen die Ausbeutung der Grungees ergriffen wird, auch wenn zum Schluß die unvermeidliche Rührseligkeit folgt.
Die Animation ist in der Regel konventionell, läuft aber szenenweise zur Hochform auf. Bei der Gestaltung der Asteroidenstation wurden die plastischen Möglichkeiten der Computeranimation sehr effektvoll ausgenutzt, und bei einer Musikeinlage mit Töcherchen Judy und ihrem Verehrer entfalten sich phantastische Szenen, die sich problemlos mit den Pop-Art-Animationen aus Yellow Submarine (Yellow Submarine, GB 1967) messen können. [bk]

[Abb.: UIP]
| deutscher Titel: | Die Jetsons - Der Film |
| Originaltitel: | The Jetsons - The Movie |
| Land und Jahr: | USA 1990 |
| Regie: | William
Hanna Joseph R. Barbera |
| Drehbuch: | Dennis Marks |
| Musik: | John Debney Mark Mancina |
| Produktion: | Universal |
| Deutsche Bearbeitung: | Berliner Synchron Wenzel Lüdecke Lutz Riedel (Buch und Regie) |
| deutscher Kinostart: | 27.6.1991 (UIP) |
| deutscher Videostart: | 4.12.1991 (CIC) |
| Länge: | 82 Minuten |
| | FSK ohne Alter |
| US-Sprecher | deutsche Sprecher | |
| George Jetson: | George O'Hanlon | Andreas Mannkopf |
| Cosmo Spacely: | Mel Blanc | Joachim Cadenbach |
| Jane Jetson: | Penny Singleton | Liane Rudolph |
| Elroy Jetson: | Tobias Thoma | |
| Judy Jetson: | Tiffany | Caroline Rupprecht |
| Rudy II: | Ronnie Schell | Joachim Röcker |
| Teddy II: | Dana Hill | Florian Kiesel |
| Rosie: | Christel Merlan | |
| Apollo: | Don Messick | Simon Jäger |
| Lucy II: | Margot Rothweiler |