Filme # A B C D E F G H I J K L M N O P/Q R S T U V W X/Y/Z
epilog.de > Film > K-Pax - Alles ist möglich (USA 2002)
epilog.de
Filme
Bücher
Personen
Texte

Magnet-Manufaktur

Epilog ohne
Internet:

www.bet-at-home.com Casino

K-Pax - Alles ist möglich

K-Pax • USA 2002


Kurzinfo

Ein Mann wird im New Yorker Hauptbahnhof schuldlos in einen Überfall verwickelt und von der Polizei vernommen. Er gibt an, von einem anderen Planeten zu stammen, und landet in einer Nervenheilanstalt. Dort stellt der behandelnde Psychiater verblüfft fest, dass verschiedene Angaben und Fähigkeiten des Patienten seine Darstellung erhärten. Während der Arzt weiter nach den Ursachen einer Psychose forscht, stellt der Fremde die Heilanstalt auf den Kopf: Die anderen Patienten wetteifern darum, ihn bei seiner Heimreise zum Planeten K-Pax begleiten zu dürfen ...

Der Film besticht durch die enormen schauspielerischen Leistungen von Kevin Spacey als mutmaßlichem »Alien« und Jeff Bridges als Psychiater. Dialogwitz tritt an die Stelle von Action und aufwändigen Spezialeffekten - intelligente Science Fiction mit Pfiff.


Strebt himmelwärts - Kevin Spacey als »Prot«
Foto: Universum

Handlung

Eines Tages steht er mitten im Hauptbahnhof von New York City: Ein männlicher Weißer mit Stoppelbart und einer dunklen Brille auf der Nase. Schuldlos gerät er in einen Überfall und wird festgenommen. Die Antworten, die er den Polizisten gibt, bringen den sanftmütigen Mann schnurstracks in die Nervenheilanstalt. Dort befasst sich Dr. Mark Powell mit ihm.

Der Fremde nennt sich »Prot« und gibt an, vom Planeten »K-Pax« gekommen zu sein. Die Brille trägt er angeblich, weil es auf der Erde zu hell für ihn ist. Er soll beobachten, Berichte für seine Auftraggeber schreiben und anschließend zu seiner Heimat zurückkehren. Für den erfahrenen Psychiater Powell sind solche Geschichten nichts Neues. Ins Grübeln kommt er erst durch Hinweise, die Prots Darstellung erhärten. Der Patient kann tatsächlich ultraviolettes Licht wahrnehmen. Seine Angaben zur Position von K-Pax setzen Astronomen in Erstaunen: An der entsprechenden Stelle hatten sie einen extrasolaren Planeten vermutet, aber noch nicht nachgewiesen. Trotzdem sucht Dr. Powell weiter nach der Ursache einer handelsüblichen Psychose und stürzt sich in akribische Detektivarbeit.

Währenddessen bringt Prot die Heilanstalt durcheinander. Er stellt den anderen Patienten Aufgaben, deren Sinn und Zweck für einen Gesunden nicht nachvollziehbar sind. Die Lösung von drei Aufgaben soll den Heilerfolg bringen. Schließlich findet ein Wettkampf statt, wen Prot bei seiner geplanten Heimreise mit nach K-Pax nehmen wird. Nur ein Passagier kommt in Frage. Die Patienten wetteifern um das Ticket zu den Sternen und machen Prot endgültig zu ihrem Guru.

Doch stammt er vielleicht gar nicht aus dem All? Dr. Powell glaubt sich am Ziel, als er die Spur eines verstörten Mannes ausgemacht hat, der Opfer eines Verbrechens geworden ist. Der Vermisste hat fünf Jahre zuvor in seinem Haus einen Mann gestellt und getötet, der vorher seine Frau und Tochter ermordet hat. Danach ist er verschwunden und vermeintlich ertrunken. Powell versetzt Prot in Hypnose und kann den Vorfall rekonstruieren. Der von seinem Patienten angegebene »Abreisetag« ist der Jahrestag des Verbrechens.

Oder stammt er doch aus dem All? Der magische Moment der Heimkehr kommt. Was dann passiert, lässt Powell wieder zweifeln. Nur eines ist klar - für die Ärzte und Patienten der Heilanstalt wird das Leben nicht mehr weitergehen wie bisher ...


Foto: Universum

Kritik

K-Pax ist beinahe ein Kammerspiel. Es gibt zwar jede Menge Szenen, in denen andere Personen auftauchen, die Anstaltspatienten oder Powells Familie zum Beispiel. Trotzdem wird der Film hauptsächlich von den Dialogen der beiden Hauptdarsteller getragen. So kommt dieser Science-Fiction-Film völlig ohne Action und vordergründige Effekte aus. Er ist Unterhaltung der intelligentesten Art.

Kevin Spacey kann als Prot alle Register ziehen. Er ist freundlich, zurückhaltend, leicht blasiert, wenn er über die Vorzüge seiner Heimat spricht - und bei all dem immer kaum merklich »anders«. Sobald er unter Hypnose steht, kommt der radikale Umbruch zum faszinierenden Star-Theater. Dann fällt dieser erwachsene Mann in die frühe Kindheit zurück. Der undurchdringliche Schild der »außerirdischen Gelassenheit« muss totaler Hilflosigkeit weichen. Das alles ist oscarreif gespielt. Ohne Jeff Bridges als Psychiater wäre diese Vorstellung trotzdem nur die Hälfte wert. Seine Verwirrung über den Patienten kontrastiert mit einem krampfhaften Festhalten an professioneller Freundlichkeit. Nichts von alledem ist überspitzt oder klischeehaft. So eingefahren Dr. Powell in seinen ärztlichen Ritualen auch ist - das ehrliche Mitgefühl für seine Patienten nimmt man ihm ab.

Durch das Spiel der beiden Kontrahenten wird dieser Film zu einer kleinen Perle des Genres. Hinzu kommen witzige Dialoge innerhalb und außerhalb der Heilanstalt. (»Ich komme vom Planeten K-Pax. Aber keine Angst - ich springe nicht aus Ihrer Brust.«) Die außerirdischen Weisheiten Prots haben dem Publikum wohl wenig Neues zu bieten. Ungeduld mit der selbstzerstörerischen Menschheit allein gibt noch keine bemerkenswerte außerirdische Botschaft ab. Was fasziniert, ist das letztlich offene Spiel mit Wahrheit und Täuschung. Ist er's oder ist er's nicht? Die Frage darf letztlich jeder für sich selbst beantworten. Der Film gibt keine Lösung vor - übrigens auch nicht in der allerletzten Szene, die geduldige Zuschauer erst nach dem Abspann sehen können. Wer sich Science Fiction auch als brillant gespieltes Dialog-Theater vorstellen kann, wird mit K-Pax optimal bedient.

Arno BehrendALIEN CONTACT


Gratis-Visitenkarten bei VistaPrint

Credits

Originaltitel:K-Pax
Deutscher Titel:K-Pax - Alles ist möglich
Land und Jahr:USA • 2002
Regie:Iain Softley
Buch:Charles Leavitt
Vorlage:Nach einem Roman von Gene Brewer
Kamera:John Mathieson
Schnitt:Craig McKay
Musik:Edward Shearmur
Casting:Debra Zane
Produktion:Lawrence Gordon
Lloyd Levin
Robert F. Colesberry
Ausführende Produzenten:Susan G. Pollock
deutscher Kinostart:17.10.2002 (Constantin/Universum)
Länge:115 min.

Darsteller

Prot:Kevin Spacey
Dr. Mark Powell:Jeff Bridges
Rachel Powell:Mary McCormack
Claudia Villars:Alfre Woodard
Howie:David Patrick Kelly
Ernie:Saul Williams
Sal:Peter Gerety
Mrs. Archer:Celia Weston
Dr. Chakraborty:Ajay Naidu
Maria:Tracy Vilar
Bess:Melanee Murray
Russell:John Toles-Bey
Joyce Trexler:Kimberly Scott
Betty McAllister:Conchata Ferrell
Navarro:Vincent Laresca
Simms:Mark Christopher Lawrence
Steve:Brian Howe
Abby:Mary Mara
Natalie Powell (6):Tess McCarthy
Gabby Powell (9):Natasha Dorfhuber
Josh (10):Brandon Michael Depaul
Michael Powell (21):Aaron Paul
Sheriff:William Lucking
Walter Fleen:Kelly Connell
Duncan Flynn:Peter Maloney
David Patel:Lance Nichols
Stuart Hessler:Paul Linke
Danny Trexler:Christopher Jason Brown
Dominic McAllister:Greg Lewis
Filme # A B C D E F G H I J K L M N O P/Q R S T U V W X/Y/Z
© copyright 1997-2011 by EPILOGmedia • Alle Rechte vorbehalten
eMail: dialog@epilog.de | Impressum | AGB + Widerrufsrecht