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Planet der Affen

Planet of the Apes • USA 1967


Handlung

Wir schreiben das Jahr 2029. Auf einer amerikanischen Weltraum-Forschungsstation bildet der junge Astronaut Captain Leo Davidson (Mark Wahlberg) Schimpansen als Testpiloten aus. Ein herannahender elektromagnetischer Sturm erfordert es, dass einer von Davidsons »Schülern« in einer Kapsel losgeschickt wird, um Daten zu sammeln. Als der Kontakt zu dem Schimpansen abreißt, springt Davidson kurzentschlossen selbst in eines der Ein-Mann-Raumschiffe, um ihn zurückzuholen. Doch in dem Sturm versagt auch seine Bordelektronik, und er wird im heftigen Blitzgewitter aus seiner Laufbahn weit ins All hinausgeschleudert. Steuerlos stürzt er schließlich auf einem unbekannten Planeten ab, und sein Schiff versinkt in einem Teich tief in einem wilden Urwald. Davidson kann sich gerade noch retten.

Ohne Ausrüstung und Waffen macht er sich auf, diese fremde Welt zu erforschen. Doch schon nach ein paar Schritten wird er plötzlich von einer Gruppe verwilderter Menschen überholt, die panisch vor irgend-etwas fliehen. Ohne nachzudenken läuft Davidson mit, und sein Schock ist groß, als er sieht, wovor sie fliehen: Furcht erregende große Affen zu Pferd, in fremdartigen Rüstungen, machen Jagd auf die Menschen und sperren sie in Käfige, um sie als Sklaven zu verkaufen. Und mehr noch: Diese Affen sprechen seine Sprache! Ehe er sich's versieht, findet sich auch Davidson in einem Käfig wieder, gemeinsam mit der jungen Daena (Estella Warden) und ihrem Vater Karubi (Kris Kristofferson). Seine heftige Gegenwehr weckt jedoch die Aufmerksamkeit des Anführers der Affenarmee, des Menschen verachtenden Generals Thade (Tim Roth).

Sie werden in die Affenstadt gebracht, eine riesige Bergfestung, die sich am Rande des Dschungels erhebt. Dort beobachtet die Schimpansin Ari (Helena Bonham Carter) den traurigen Einzug der Sklaven. Doch die Tochter des einflussreichen Senators Sandar (David Warner) steht mit ihren Ansichten über die Rechte der Menschen allein in einer Gesellschaft, in der Menschen wie Haustiere in Käfigen und bestenfalls als Haussklaven gehalten werden. Immerhin schafft es Ari, dem Sklavenhändler Limbo (Paul Giamatti), einem durchtriebenen Orang-Utan, Davidson abzukaufen, ehe er gebrandmarkt werden kann.

Ari spürt, dass dieser Mensch etwas Besonderes ist, und er soll ihr helfen, zu beweisen, dass Affen und Menschen friedlich miteinander leben können. Doch zunächst muss Davidson als Hausdiener bei einem Abendessen aufwarten, zu dem auch Thade und sein Heerführer, der riesige Gorilla Attar (Michael Clarke Duncan), geladen sind. Thade macht aus seiner Abneigung gegen Davidson keinen Hehl und vertritt die Meinung, die Menschen seien eine Bedrohung für die Affen und müssten ausgerottet werden, weil sie sich zu schnell vermehren und Krankheiten übertragen. Ari widerspricht, und nur weil Thade offensichtlich ein Auge auf die zierliche Schimpansin geworfen hat, beherrscht er sich. Später besucht Thade Ari auf ihrem Zimmer, wird von ihr aber erneut zurückgewiesen.


Foto: 20th Century Fox

Unterdessen ist es Davidson gelungen, das Schloss seines Kellergefängnisses zu knacken. Gemeinsam mit Daena, ihrem Vater und einigen anderen Sklaven flieht er, doch keiner kennt den Weg aus der Affenstadt heraus. Ari, von dem Ausbruch überrascht, bietet an, ihnen zu helfen. Begleitet werden sie von Aris treuem Gorilla-Diener, dem ehemaligen General Krull (Cary-Hiroyuki Tagawa). Beinahe schaffen sie es, aus der Stadt zu kommen, aber ausgerechnet bei einer Truppenparade wird Attar auf die vorbeihuschende Gruppe aufmerksam und nimmt die Verfolgung auf. Daenas Vater kommt dabei ums Leben. Den anderen gelingt knapp die Flucht, doch Thade, der kaum glauben kann, dass Ari die Flüchtenden begleitet, ist ihnen dicht auf den Fersen.

Im Dschungel zeigt Davidson Ari die Absturzstelle seines Raumschiffs und taucht ins Wasser hinab, um eine Fernsteuerung und eine Pistole zu bergen. Plötzlich taucht Limbo auf, der seine Sklaven zurückholen will. Davidson jedoch hat die besseren Argumente - und den Finger am Abzug. In Handschellen nehmen sie Limbo mit.

Unterdessen hat Thade Senator Sandar überzeugt, dass seine Tochter von aufrührerischen Menschen entführt worden ist und dass das Kriegsrecht verhängt werden müsse, damit Thade ein für allemal mit dieser haarlosen Spezies aufräumen könne. Die Armee wird mobil gemacht.

Während die Soldaten aufmarschieren, stattet Thade seinem sterbenden Vater einen letzten Besuch ab und erzählt ihm von dem geheimnisvollen Menschen. Er erhält zur Antwort, dass sich nun eine alte Weissagung erfülle und dies der Beginn vom Ende der Affenherrschaft sei. Thade müsse alles tun, damit die Menschen nicht die verbotene Zone von Calima erreichen, wo das Wissen um die Ursprünge der Affenzivilisation verborgen sei.

Zwischen der rettenden Wüstenei von Calima und der kleinen Gruppe von Flüchtlingen steht nun nur noch ein Militärcamp der Affenarmee an der Furt eines Flusses. Davidson setzt auf einen Überraschungsangriff in der Nacht. Im Hagel von Brandbomben und unter wütenden Schreien ihrer Verfolger schaffen sie es auf die andere Seite des Flusses, wobei Davidson Ari rettet.

Mittlerweile haben sich auch andere Menschenstämme Davidson und seinen Gefährten angeschlossen. Bewaffnet mit primitiven Stöcken und Keulen versammeln sie sich in der Wüste, um ihm im Kampf gegen die Affenarmee zu folgen.

Doch als Davidson jenen Ort, den die Affen Calima nennen, erreicht, macht er eine furchtbare Entdeckung. Seine letzte Hoffnung auf eine Flucht von diesem Planeten schwindet. Und während Thade seine Truppen heranführt, bleibt den Menschen kaum noch eine Aussicht auf Rettung...

• Quelle: Twentieth Century Fox

Meinungen

DER SPIEGEL
»...nach dem Genuss von Burtons Werk weiß man Franklin J. Schaffners 33 Jahre alte Affen-Utopie erst richtig zu schätzen.«
CINEMA
»Die expressionistischen Sets der Affenstadt und einige wenige skurille Gags lassen in Ansätzen die Handschrift des Regie-Düsterlings erkennen, doch der subversive Charme seiner früheren Filme verblasst unter der ereignislosen Mainstream-Inszenierung.«
TV-TODAY
»Die Primaten sind prima - und trösten über manche Schwäche des Spektakels hinweg«
Jürg Zbinden, NEUE ZÜRCHER ZEITUNG
»Tim Burtons Affen sind weit besser als der Ruf, der ihnen vorauseilt!«

  • Planet der Affen von 2001 basiert basiert genauso auf den Roman Le Planète des Singes (dt. Planet der Affen) von Pierre Boulle wie Planet der Affen von 1967.
Siehe auch
Planet der Affen [Computerspiel]
Leser-Service
Lieferbare Titel mit dem Stichwort Planet der Affen

Credits

Originaltitel: Planet of the Apes
Deutscher Titel: Planet der Affen
Land und Jahr: USA 2001
Regie: Tim Burton
Buch: William Broyles Jr.
Lawrence Konner
Mark D. Rosenthal
Vorlage: Pierre Boulle, Le Planète des Singes (dt. Planet der Affen)
Kamera: Philippe Rousselot
Schnitt: Chris Lebenzon
Musik: Danny Elfman
Szenenbild: Rick Heinrichs
Effekte: Industrial Light & Magic (ILM)
4-Ward Productions
Animal Logic
Asylum Visual Effects
CIS Hollywood
Cinovation
Digital Filmworks
Dream Quest Images
Fantasy II Film Effects
Maske: Rick Baker
Kostüme: Colleen Atwood
Produktionsfirma: Zanuck Company
Produktion: Richard D. Zanuck
Ralph Winter
(Ausführend)
Deutscher Kinostart: 30.8.2001 (Fox)
Länge: 120 Min.
FSK: ab 12 Jahre

 

Darsteller

Captain Leo Davidson: Mark Wahlberg
Thade: Tim Roth
Ari: Helena Bonham Carter
Attar: Michael Clarke Duncan
Limbo: Paul Giamatti
Daena: Estella Warren
Krull: Cary-Hiroyuki Tagawa
Sandar: David Warner
Karubi: Kris Kristofferson
Tival: Erick Avari
Birn: Luke Eberl
Gunnar: Evan Dexter Parke
Senator Nado: Glenn Shadix
Bon: Freda Foh Shen
Commander Karl Vasich: Chris Ellis
Lt. Col. Grace Alexander: Anne Ramsay
Major Maria Cooper: Andrea Grano
Major Frank Santos: Michael Jace
Specialist Hansen: Michael Wiseman
Nova: Lisa Marie
Leeta: Eileen Weisinger

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