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Series 7

Series 7 • USA 2000


Handlung

Der absolute Quotenrenner im Fernsehen, eine Reality-TV-Show mit dem Titel The Contenders (»Die Kandidaten« oder »Die Wettkämpfer«), steht kurz davor, in die siebte Runde zu gehen. Per Lotterie werden unter völlig alltäglichen Menschen Kandidaten ermittelt, die dann mit einer Handfeuerwaffe ausgerüstet und in Begleitung eines Kameramanns Jagd aufeinander machen: Nur einer kann überleben. Die derzeitige Siegerin Dawn ist im achten Monat schwanger und hat sich in den letzten beiden Serien ihrer Verfolger lässig entledigen können. Allein und ohne Kontakt zu ihrer Familie, muß sie noch diese dritte Herausforderung überstehen, bevor sie ihre Unabhängigkeit von der Show wiedererlangen kann.

Die fünf neuen Kämpfer sind: Tony, ein Bauarbeiter, dessen Familie auseinanderzureißen droht, Connie, eine strenggläubige Krankenschwester, die 18jährige Lindsay, die von ihren herrischen Eltern behütet und angefeuert wird, Franklin, der hinter allem und jedem eine Verschwörung wittert, und schließlich Jeff, ein Künstler und Pazifist, der an Hodenkrebs erkrankt ist, und Dawns Jugendliebe. Fest entschlossen, sich und ihrem ungeborenen Kind ein Leben in Freiheit zu erkämpfen, spürt Dawn ihre Opponenten auf. Aber die Neuen sind sehr gerissen. Schließlich stehen sich Dawn und Jeff gegenüber ...

• Quelle: Good Machine International

Kritik

Mit Series 7 lieferte Regisseur Daniel Minahan eine bitterböse Satire auf die derzeit so populären Reality-TV-Shows ab. Im Gegensatz zu älteren Produktionen wie Das Millionenspiel (D 1970) oder The Running Man (The Running Man • USA 1987) arbeitet Series 7 mit derselben Dramaturgie wie Big Brother oder Cheaters (einer amerikanischen Show, in der Ehebrecher vor laufender Kamera mit ihrem eifersüchtigen Partner konfrontiert werden). Durch diese Inszenierung mitsamt reißerischen Ansagen und Werbeunterbrechungen wird eine geradezu unheimliche Glaubwürdigkeit erzeugt. Series 7 ist Science Fiction, die eindringlich bewußt macht, daß das Fernsehen nur noch einen kleinen Schritt davon entfernt ist, reale tödliche Gewalt zu zeigen.

Series 7 wurde auf den 51. Internationalen Filmfestspielen Berlin in der Sektion Panorama gezeigt. Wenn der Film hierzulande in die Kinos kommt, kann man nur hoffen, daß er nicht wie ein normaler Spielfilm synchronisiert wird, sondern (wie bei einem für das deutsche Fernsehen übernommenen Beitrag) lediglich mit eingesprochenen Kommentaren bearbeitet wird und damit den realistischen »TV Touch« behält.

Bernhard Kempen

Credits

Originaltitel: Series 7
Land und Jahr: USA 2000
Regie: Daniel Minahan
Buch: Daniel Minahan
Kamera: Randy Drummond
Schnitt: Malcolm Jamieson
Musik: Girls Against Boys
Produktionsdesign: Gideon Ponte
Ausstattung: Ann McKinnon
Kostüm: Christine Beiselin
Maske: Lorraine Godfrey
Produktion: Blow-up Pictures
Killer Films, New York
(Co-Produktion)
Jason Kliot
Joana Vicente
Christine Vachon
Katie Roumel
Charles J. Rusbasan
(ausführend)
Judith Zarin
(ausführend)
Michael Escott
(ausführend)
Evan T. Cohen
(Co-Produktion)
Gretchen McGowan
(Co-Produktion)
Pamela Koffler
(associate)
Uraufführung Deutschland: 14.2.2001 (51. Internationale Filmfestspiele Berlin)
Länge: 85 min.

Darsteller

Dawn: Brooke Smith
Jeff: Glenn Fitzgerald
Tony: Michael Kaycheck
Connie: Marylouise Burke
Lindsay: Merrit Weaver
Franklin: Richard Venture
Dawns Kameramann: Tom Gilroy
Sheila: Donna Hanover
Doria: Angelina Phillips
Michelle: Nada Despotovich
Craig: Stephen Michael Rinaldi
Nathan: Alex Yershov
Bob: Danton Stone
Arzt: Joseph Barrett
Krankenschwester: Shawna Moore

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