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Terminator 3 - Rebellion der Maschinen

Terminator 3 - Rise of the Machines • USA 2003


Handlung

In James Camerons brillantem Low-Budget-Film Terminator von 1984 war Arnold Schwarzenegger noch die bösartige Killermaschine, die aus der Zukunft kam, um die junge Sarah Conner (Linda Hamilton) zu töten. Ihr noch nicht gezeugter Sohn John wird nämlich die Menschen im Krieg gegen die Maschinen anführen. Ihr zur Seite steht ein menschlicher Soldat, der von der erwachsenen Ausgabe ihres Sohnes in die Vergangenheit geschickt wurde.

Terminator II - Tag der Abrechnung von 1992 brachte Arnie eine positive Rolle und die Abwendung des zukünftigen Kriegsszenarios. Eine andere Ausgabe des fiesen Terminators wird umprogrammiert und zurückgeschickt, um den jugendlichen John zu beschützen. Faszinierender Gegner ist der von den Maschinen entsandte T 1000, der aus flüssigem Metall besteht und jede Form annehmen kann. Zusammen mit dem älteren Modell können Sarah Conner und ihr Sohn verhindern, dass es überhaupt zum Krieg Mensch gegen Maschine kommt.

Das haben wir damals jedenfalls geglaubt. In Terminator III - Rebellion der Maschinen erfahren wir, dass der gewaltige Konflikt nur aufgeschoben wurde. John Conner muss in der Zukunft immer noch gegen die unbotmäßigen Automaten kämpfen. Seine jüngere Ausgabe ist zu einem erwachsenen Mann geworden, als aus der Zukunft der dritte Anschlag gegen sein Leben unternommen wird. Nach dem Krebstod seiner Mutter Sarah ist John untergetaucht. Diesmal hat es eine Killermaschine namens TX auf ihn abgesehen. Das steht für »Terminatrix« und deutet an, dass es sich um einen Roboter in weiblicher Erscheinungsform handelt. Dagegen können Conners Leute wieder nur das von Schwarzenegger verkörperte, umprogrammierte Auslaufmodell T 800 auffahren.


Foto: Columbia Tristar

Die TX verbindet das Stahlskelett des Ursprungsmodells mit dem praktischen Flüssigmetall des T 1000. Sie verfügt über eine gefährliche Distanzwaffe, die sie von erbeuteten Pistolen unabhängig macht. Und sie kann durch Einsetzen von Nanosonden die Kontrolle über andere Maschinen übernehmen. Ihr Tötungsauftrag umfasst nicht nur John, sondern auch seine wichtigsten Offiziere im zukünftigen Kampf. So ist es kein Zufall, dass Conner im Zuge der Ereignisse seine künftige Kampfgefährtin und Ehefrau Kate Brewster kennen lernt. Und der hilfreiche T 800 kann sie gleich über ihr gemeinsames Schicksal aufklären.

Kates Vater gebietet als Air-Force-General über eine futuristische Waffenschmiede, in der auch über die Sicherheit der militärischen Datennetze gewacht wird. Skynet - ein von einer KI gesteuertes Rechnernetzwerk - soll die Kontrolle über die elektronische Infrastruktur des Militärs übernehmen, als dieses von einem ausgeklügelten Virus bedroht wird. Sobald dies geschieht, wird die KI den Atomkrieg auslösen, der die Menschheit vernichten soll. Nach dem großen Knall würde der kräftezehrende Krieg zwischen den Menschen und ihren ehemaligen Dienern folgen. John, Kate und ihr T 800 beginnen einen Wettlauf gegen die Zeit, um den anfänglichen Siegeszug von Skynet gar nicht erst geschehen zu lassen. Die erbarmungslose TX bleibt ihnen die ganze Zeit auf den Fersen ...


Foto: Columbia Tristar

Kritik

In die Saga vom Kampf zwischen Fleisch und Stahl hat sich Routine eingeschlichen. Die Macher können sie nur da aufbrechen, wo Schwarzenegger mit Bravour die eigene Paraderolle parodiert. Das gelingt zum Beispiel, wenn er diesmal versucht, sich seine Kleidung auf einem Damenabend zu organisieren. Oder wenn er auf ein »Leck mich am Arsch!« von John Conner trocken antwortet: »Dem kann ich nicht Folge leisten!«

Der dritte Teil enthält viele pfiffige Variationen zum Thema. Der T 800 ist diesmal von Conners Frau umprogrammiert worden, nachdem er ihren Mann in der Zukunft schon getötet hatte. Wir erfahren beiläufig, wie der Psychologe Dr. Silberman mit seinen Erlebnissen aus dem zweiten Teil umgegangen ist. Die Herkunft der anderen Killermaschinen wird klar. Der richtig große Wurf ist das aber alles nicht. Der zweite Teil brachte gegenüber dem ersten eine totale Umdeutung von Schwarzeneggers Figur und ein alternatives Ende. Derartige Innovationen lässt der dritte Teil vermissen. Daran ändert auch die pfiffige Figur der Terminatrix nichts. Ganz im Gegenteil - ihr Verführungspotenzial gegenüber Männern wird überhaupt nicht ausgeschöpft. Sie bleibt eine viel flachere Figur als etwa der Roboter Maria in Metropolis. Die faszinierende und charismatische Figur der Sarah Conner hat überdies eine nicht zu schließende Lücke hinterlassen. An T3 kann man sehr gut erkennen, wie sehr T2 von Linda Hamiltons Spiel profitiert hat. Selbst die einleitenden Worte sind ohne ihre deutsche Synchronstimme nicht mehr dasselbe. Nick Stahl und Claire Danes bleiben als Traumpaar der bösen Zukunft ganz schön blass. Für Gefühle ist ja eh keine Zeit.


Foto: Columbia Tristar

Schließlich hätte das Ende jedem Terminator-Fan erspart bleiben sollen. Es spielt mit der Bedrohung durch einen Atomkrieg, die heutzutage aber nicht mehr alarmierend, sondern nur noch morbide wirkt. Außerdem ergibt sich die zweifelhafte Aussage, dass Heldentum dem Frieden vorzuziehen sei. Die Erfolge der Kampfgefährten im zweiten Teil werden dadurch entwertet. Das muss einen faden Beigeschmack hinterlassen.

Es bedarf fast keiner Erwähnung, dass die Effekte phantastisch und brachial ausgefallen sind. Die Action funktioniert wie eh und je. Und die Prise Humor, mit der Schwarzenegger die Rolle angeht, vermag durchaus mit den Schwächen der Story und der neu eingefügten Figuren versöhnen. Wer die Terminator-Filme aber nicht nur als Popcorn-Streifen schätzt, sondern als geniale Science Fiction liebt, wird diesmal enttäuscht sein.

Arno BehrendALIEN CONTACT

Siehe auch
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Credits

Originaltitel: Terminator 3 - Rise of the Machines
deutscher Titel: Terminator 3 - Rebellion der Maschinen
Land und Jahr: USA 2003
Regie: Jonathan Mostow
Buch: John Brancato
Michael Ferris
Story: Tedi Sarafian
John Brancato
Michael Ferris
Kamera: Don Burgess
Schnitt: Neil Travis
Nicolas De Toth
Musik: Marco Beltrami
Ausstattung: Jeff Mann
Terminator-Make-up und animatronische Effekte: Stan Winston
Special Effects: Industrial Light & Magic (ILM)
Kostüme: April Ferry
Produktion: Mario F. Kassar
Andrew G. Vajna
Joel B. Michaels
Hal Lieberman
Colin Wilson
Ausführende Produzenten: Moritz Borman
Guy East
Nigel Sinclair
Gale Anne Hurd
Deutsche Bearbeitung: Hermes Synchron
Dialogbuch und -regie: Andreas Pollack
deutscher Kinostart: 31.7.2003 (Columbia Tristar)
Länge: 109 Minuten
FSK ab 16 Jahre

Darsteller

dt. Synchron
Terminator/T 800: Arnold Schwarzenegger Thomas Danneberg
John Connor: Nick Stahl Björn Schalla
Kate Brewster: Claire Danes Nana Spier
Terminatrix/T-X: Kristanna Loken Claudia Urbschat-Mingues
Robert Brewster: David Andrews Erich Räuker
Bill Anderson: Brian Sites David Turba
Ingenieur: Chris Hardwick Bernd Vollbrecht
Detective Martinez : Mark Hicks Helmut Gauss
Scott Peterson: Mark Famiglietti Marius Götze-Claren
Silberman: Earl Boen Jürgen Thormann

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