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Thirteen Days

Thirteen Days • USA 2000


Handlung

Thirteen Days erzählt minuziös die Geschehnisse der Kubakrise im Oktober 1962 nach, die fast in einen Dritten Weltkrieg geführt hätten. Dabei fängt alles recht idyllisch am Frühstückstisch der Familie von Kenneth O'Donnell (Kevin Costner) an, einem Sonderberater des amtierenden Präsidenten John F. Kennedy (Bruce Greenwood). Kurz danach bricht O'Donnells heile Welt zusammen: Auf Kuba werden russische Langstreckenraketen entdeckt! Diese könnten innerhalb von fünf Minuten jede Stadt Amerikas dem Erdboden gleichmachen - ausgenommen Seattle, wie mehrmals betont wird. Ob und wie die USA darauf reagieren kann, darum geht es im weiteren Verlauf des Films.

Kritik

Eindrucksvoll werden nun von den Militärs verschiedene Szenarien durchexerziert - einschließlich der Vernichtung Berlins durch die Russen - die allesamt direkt in den Atomkrieg geführt hätten. Um eine möglichst große Wirklichkeitsnähe zu erreichen, wurden für das Drehbuch Originaltonbänder des Weißen Hauses aus der Zeit der Kubakrise verwendet. Deshalb spielt auch der überwiegende Teil des Films im Zentrum der amerikanischen Regierung, dem Weißen Haus, das abermals für einen Kinofilm genauestens nachgebaut wurde. (Die Produktionsdesigner haben sogar an die Bonbons für die Kennedy-Kinder auf dem Schreibtisch der Sekretärin gedacht!) Von anderen Schauplätzen, den Militärbasen auf Kuba beispielsweise, bekommt der Zuschauer leider nicht mehr als einige Luftaufnahmen zu sehen. Dadurch bezieht der Film eine ständige Spannung aus der Ungewißheit, was die Russen als nächstes tun werden.

Welche Lösung am Ende der 13tägigen Krise stand, läßt sich mittlerweile in jedem Geschichtsbuch nachlesen. Dennoch ist dieser Film eine spannende und vor allem lebendige Geschichtslektion. Mit dem etwas zu hoch erhobenen Zeigefinger wird die Generation, die diese Zeit miterleben mußte, an ihren Wahnsinn erinnert und die heutige davor gewarnt.

• Franziska Arndt

Credits

Originaltitel: Thirteen Days
Deutscher Titel: Thirteen Days
Land und Jahr: USA 2000
Technik: 35 mm Cinemascope Farbe/sw
Regie: Roger Donaldson
Buch: David Self
Kamera: Andrzej Bartkowiak
Schnitt: Conrad Buff
Musik: Trevor Jones
Produktionsdesign: Dennis Washington
Ausstattung: Tom Taylor
Ann Harris
Denise Pizzini
Kostüm: Isis Mussenden
Maske: Brenda McNally
Produktion: Beacon Communications
Armyan Bernstein
Peter O. Almond
Kevin Costner
US-Premiere: 19.12.2000
US-Kinostart: 21.1.2001
deutsche Uraufführung: 13.2.2001 (51. Internat. Filmfestspiele Berlin)
deutscher Kinostart: 15.3.2001
Länge: 147 Minuten
FSK ab 12 Jahre

 

Darsteller

Kenneth P. O'Donnell: Kevin Costner
John F. Kennedy: Bruce Greenwood
Robert F. Kennedy: Steven Culp
Robert McNamara: Dylan Baker
Adlai Stevenson: Michael Fairman
Dean Rusk: Henry Strozier
McGeorge Bundy: Frank Wood
General Curtis LeMay: Kevin Conway
Ted Sorensen: Tim Kelleher
Dean Acheson: Len Cariou
General Maxwell Taylor: Bill Smitrovich
Arthur Lundahl: Dakin Matthews
Admiral George Anderson: Madison Mason
Commander William B. Ecker: Christopher Lawford
General Marshall Carter: Ed Lauter
Anatolij Dobrinyn: Elya Baskin
Alexander Fomin: Boris Lee Krutonog
John McCone: Peter White
George Ball: James Karen
Journalist: Timothy Jerome
Andrej Gromyko: Olek Krupa
Helen O’Donnell: Lucinda Jenney
Valerian Zorin: Oleg Vidov
Jacqueline Kennedy: Stephanie Romanov

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