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Timeline

Timeline • USA 2003


Handlung

Der Industriegigant ITC arbeitet an einer Maschine, die das Beamen von Gegenständen und Menschen möglich machen soll. Testgeräte landen jedoch nicht am vorgesehenen Zielort, sondern im Frankreich des 14. Jahrhunderts. Als die ITC den auf den Hundertjährigen Krieg spezialisierten Archäologie-Professor Johnston zu Hilfe ruft, lässt der sich sofort auf eine Zeitreise ein. Doch die Rückkehr gelingt nicht. Also machen sich Johstons Assistent Andre Marek, sein Sohn Chris und die Studenten Kate und Francois daran, ihren akademischen Mentor zurückzuholen. Begleitet werden sie von Ex-Marines, die bei der ITC-Sicherheit arbeiten. Zwei von ihnen sterben gleich nach der Ankunft im unfreundlichen Mittelalter. Das verbliebene Fähnlein muss einen schurkischen Lord austricksen, der einen Teil der englischen Invasionstruppen anführt.

Es gelingt ihnen, den Professor zu finden, der für die Engländer Wunderwaffen herstellen soll. Die Rückreise verzögert sich jedoch, weil die Maschine im Labor beschädigt worden ist. Während Chris und Kate sich unter Lebensgefahr näher kommen, hat Andre Marek ein ganz anderes Problem. Er hat sich ausgerechnet in die Französin verliebt, deren Tod die einheimischen Truppen zu ganz besonders entschiedener Gegenwehr angespornt hat. Wenn er sie vor ihrem Schicksal bewahrt, würde er damit den Geschichtsablauf verändern. Der ist sowieso schon durch die Waffenforschungen des Professors gefährdet. Das letztendliche Rückreisedatum rückt ebenso näher wie die Entscheidungsschlacht zwischen Engländern und Franzosen. In den Wirren des Kampfes müssen die Zeitreisenden Entscheidungen treffen, die nicht nur ihr Leben völlig verändern ...


Foto: Concorde

Kritik

Mit Timeline ist die Zeitreisegeschichte nicht gerade neu erfunden worden. Den Autor des Buches, Michael Crichton, hat wohl vor allem das Mittelalter gereizt. Dieser Epoche hatte er bereits in der Vorlage zu Der 13. Krieger neue Seiten abgewinnen können. Die Drehbuchautoren haben die technische Seite des Romans Timeline stark verkürzt und sich für die Einzelheiten nicht weiter interessiert. Eine Erklärung, warum man nicht viele Zeitreisen unternehmen kann, ist zwar ansatzweise interessant, für die Filmhandlung aber ohne große Konsequenzen. Geblieben ist der unprätentiöse Umgang mit der Geschichte jenseits altbackener Ritter-Romantik. Das Tempo des Films ist packend. Die dramatischen und menschlichen Probleme, mit denen sich die Zeitreisenden herumschlagen müssen, sind aber kaum origineller als in einer Episode von Time Tunnel oder Quantum Leap (Zurück in die Vergangenheit). Lediglich die Action ist stärker und härter. Von der innovativen Frische aus Zurück in die Zukunft ist nichts zu spüren. Die Figuren werden oberflächlicher gezeichnet als selbst in Jurrassic Park.

Leider haben die Autoren auch das traditionelle Produzieren logischer Fehler nicht ausgelassen, das schon seit Terminator Zeitreisegeschichten auszeichnet. Entweder sind alle Ereignisse vorherbestimmt, dann erweisen sich Manipulationen der Zeitreisenden nur als Erklärung, warum bestimmte Ereignisse eingetreten sind, oder man kann durch Eingriffe in die Zeit den Ablauf der Ereignisse verändern, was dramatische Entwicklungen überhaupt erst möglich macht. Man muss sich für eine der beiden Sichtweisen entscheiden, um logisch bleiben zu können. In Timeline werden sie, wie anderswo auch, munter durcheinander geworfen.

Dieser Film bietet ein solides Abenteuer, das man getrost abends vor dem Fernseher bei einem Glas Bier genießen kann, vor allem, wenn man das Mittelalter sowieso schätzt. Große Offenbarungen darf man aber nicht erwarten.

Arno BehrendALIEN CONTACT

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Credits

Originaltitel: Timeline
deutscher Titel: Timeline
Land und Jahr: USA 2003
Regie: Richard Donner
Buch: Jeff Maguire
George Nolfi
Vorlage: Michael Crichton
Kamera: Caleb Deschanel
Schnitt: Richard Marks
Musik: Brian Tyler
Produktionsdesign: Daniel T. Dorrance
Art Direktor: Caroline Alder
Réal Proulx
David Sandefur
Kostüme: Jenny Beavan
Waffenschmied: Simon Atherton
Produktion: Richard Donner
Lauren Shuler Donner
Jim Van Wyck
Ausführende Produzenten: Michael Ovitz
Gary Levinsohn
Don Granger
deutscher Kinostart: 11.3.2004 (Concorde)
Länge: 116 min.
FSK ab 12 Jahre

Darsteller

Chris Johnston: Paul Walker
Kate: Frances O‘Connor
Andre Marek: Gerard Butler
Professor Edward Johnston: Billy Connolly
Lady Claire: Anna Friel
Gordon: Neal McDonough
David Stern: Ethan Embry
Robert Doniger: David Thewlis
Robert de Kere: Marton Csokas
Lord Oliver: Michael Sheen
Lord Arnaut: Lambert Wilson
Kramer: Matt Craven

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