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X-Men 2

X-Men 2 • USA 2003


Handlung

Der Militärwissenschaftler Colonel William Stryker hat etwas gegen Mutanten. Er experimentiert zwar gelegentlich daran herum, wenn er eines Exemplars habhaft werden kann. Frei und unabhängig sind sie ihm jedoch ein Dorn im Auge. Strykers Spezialität ist die Manipulation von Mutanten durch Implantate. So bringt er zum Beispiel den Teleporter »Nightcrawler« dazu, auf den Präsidenten ein Beinahe-Attentat zu begehen. Das lässt die amerikanische Volksseele gegen die Mutanten hochkochen. Noch perfider ist jedoch der neueste Plan des Colonels: Es gelingt ihm, Professor Xavier und Cyclops zu entführen. In einem geheimen Stützpunkt baut Stryker eine Kopie von Xaviers »Cerebro«-Maschine. Damit kann der geniale Telepath jedes Gehirn erreichen und jeden Menschen töten, wenn er sich nur lange genug darauf konzentriert. Und genau das soll der von Stryker manipulierte Xavier mit sämtlichen Mutanten tun.

Seine Schüler bleiben jedoch nicht untätig. Deshalb lässt der verbrecherische Colonel Xaviers Mutantenschule, die Basis der X-Men, von Elite-Soldaten ausheben. Der gerade von seiner Selbstfindungssuche zurückgekehrte Wolverine kann den minderjährigen X-Men-Nachwuchs mit knapper Not in Sicherheit bringen. Derweil begeben sich Storm und Jean Grey auf Strykers Spur. Der vom Colonel benutzte Nightcrawler kann ihnen weiterhelfen. Letztlich liegt der Schlüssel zu Strykers geheimen Umtrieben aber in der Hand ihres schlimmsten Feindes. Die bösartigen Mutanten Magneto und Mystique glauben nach wie vor nicht, dass mit den normalen Menschen eine Verständigung möglich ist. Da die Gestaltwandlerin Mystique im amerikanischen Kongress getarnt ein- und ausgehen kann, erfährt sie alles über Strykers Geheimprojekt. Sie verhilft dem im ersten Teil festgesetzten Magneto trickreich zur Flucht. Zusammen verbünden sie sich mit den X-Men, um den Anschlag auf sämtliche Mutanten zu verhindern. Allerdings führt Magneto bei dieser ungewöhnlichen Zusammenarbeit nichts Gutes im Schilde ...

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Foto: Twentieth Century Fox

Kritik

Wolverine-Darsteller Hugh Jackman hat es in einem Interview zusammengefasst: »Im ersten Teil mussten wir die Figuren erst einmal alle vorstellen. Jetzt können wir richtig mit ihnen spielen!« Manch einer kommt da nicht mehr mit. Mehrere Kritiker haben geäußert, der Film sei zu vollgepackt, zu unübersichtlich. Der Verdacht liegt nahe, dass sie den ersten Teil nicht gesehen haben oder sich schlicht nicht daran erinnern können. Formal ist X-Men 2 ein eigenständiges Abenteuer. Die Kenntnis der Figuren aus dem ersten Teil ist allerdings sehr hilfreich, wenn man sich die Fortsetzung ansieht.

Ein Anschlag auf den Präsidenten, Intrigen im Kongress, ein militärischer Überfall, verbotene Experimente, eine Verschwörung, ein raffinierter Gefängnisausbruch, die Selbstfindungs- und Familienprobleme junger und erwachsener Mutanten und schließlich die Kommandoaktion, die alles retten soll - dieser Film legt ein bestechendes Tempo vor. Die verschiedenen Handlungselemente sind jedoch sinnvoll miteinander verknüpft und ergeben das Gesamtbild einer Welt, in der verschiedene Interessengruppen auf die Existenz von Mutanten reagieren. Die Handlungsfülle ist auch durch die Vielzahl der Handlungsträger bedingt, die die Stärke des X-Men-Universums ausmacht. Sie alle werden im Drehbuch berücksichtigt. Und es zahlt sich aus, dass die Rollen durchweg prominent besetzt sind. Wenn die beiden Filme nicht schon so erfolgreich wären, müssten sie der Alptraum aller Verwalter von Gagenbudgets sein.

Nicht nur die Schauspieler erfüllen ihre Aufgabe mit Bravour. Trotz der zum Teil noch recht albernen Comic-Elemente haben die Drehbuchautoren und die Regie die Figuren weiter ernst genommen. Die X-Men sind im Kino nicht einfach utopische Superhelden, denen alles gelingt. Während sie versuchen, die Menschheit vor Magnetos Machenschaften zu beschützen, verfolgt genau diese Menschheit sie als bedrohliche Außenseiter. Sie haben alltägliche Probleme und müssen in diesem Film sogar eine schwere Niederlage hinnehmen. Die Vielfalt der Figuren und die Zwickmühle, in der sie sich befinden, wird sicher auch im dritten Teil zur Faszination beitragen, die von den X-Men ausgeht. Man darf gespannt sein und sich freuen.

Arno BehrendALIEN CONTACT

Siehe auch
Offizielle Site

Credits

Originaltitel: X-Men 2
deutscher Titel: X-Men 2
Land und Jahr: USA 2003
Regie: Bryan Singer
Buch: Michael Dougherty
Dan Harris
Story: Bryan Singer
David Hayter
Zak Penn
Kamera: Newton Thomas Sigel
Schnitt: John Ottman
Produktionsdesign: Guy Hendrix Dyas
Visual Effects Supervisor: Michael Fink
Kostüme: Louise Mingenbach
Special Makeup Design: Gordon Smith
Produktion: Lauren Shuler Donner
Ralph Winter
Ausführende Produzenten: Avi Arad
Stan Lee
Tom Desanto
Bryan Singer
Co-Produktion: Ross Fanger
deutscher Kinostart: 1.5.2003 (CentFox)
Länge: 138 min.

Darsteller

Professor Charles Xavier: Patrick Stewart
Logan/Wolverine: Hugh Jackman
Eric Lensherr/Magneto: Ian Mckellen
Storm: Halle Berry
Jean Grey: Famke Janssen
Scott Summers/Cyclops: James Marsden
Mystique: Rebecca Romijn-Stamos
William Stryker: Brian Cox
Kurt Wagner/Nightcrawler: Alan Cumming
Senator Kelly: Bruce Davison
Rogue: Anna Paquin

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